Julchen_03
Hallo Ich möchte meine kleine (10 Monate) langsam abstillen. Langsam mag ich einfach nicht mehr und ich kann in meinem job stillend nicht arbeiten, muss aber irgendwann wieder und habe bereits ein super Jobangebot ausgeschlagen weil ich einfach nicht sicher war ob ich es in 2 Monaten schaffe abzustillen. Daher würde ich es gerne langsam beginnen da ich es auch nicht parallel zu einem eventuellen Umzug und kita Start will. Wie fange ich es am besten an? Ich würde mir schon ein paar Monate Zeit nehmen. Meine Maus schläft nur beim stillen oder kiwa/ Auto. Sie trinkt morgens, zum mittagsschlaf, am frühen Abend, zum einschlafen und 2-5 mal nachts.. Sie lehnt Schnuller und Flaschen ab, trinkt inzwischen etwas Fencheltee aus einer trinklernflasche. Sie bekommt drei Breimahlzeiten aber ißt sie nie auf und würde immer lieber Milch nehmen. Alles in allem also sehr schlechte Voraussetzungen zum Abstillen.. Der Kinderarzt sagte sie habe einfach nicht genug Hunger wegen der ganzen Milch.. Sie wiegt 10,5 kg (Geburtsgewicht 3 kg). Vielen dank für ihre Hilfe Julchen
Kristina Wrede
Liebe julchen, zunächst einmal ist es nicht korrekt, dass ein Kind 'besser' essen würde, wenn es nicht mehr gestillt wird. Im gesamten ersten Lebensjahr soll die Milch (egal ob von Mutter oder aus der Packung) die Grundlage der Ernährung eines Babys sein, darum spricht man bei der festen Nahrung ja auch von BEI-Kost. Sie ist eine 'Zugabe', die den Körper mit bestimmten Nährstoffen versorgen und den Darm auf die Ernährung nach der Stillzeit vorbereiten soll. Insofern ist das Verhalten deiner Maus an sich völlig in Ordnung und normal. Sie zeigt zudem, dass sie selbst noch nicht an dem Punkt ist, wo sie auf deine Milch verzichten kann. Wenn du sie dennoch jetzt abstillen möchtest gehst du es am besten mit sehr viel Geduld an. Biete ihr immer wieder die Alternativmilch an, und probiere unterschiedliche Trinkgefäße aus, das kann auch ein normaler Becher sein, oder findet Gefallen an einem Strohhalm... Auch hier hat jedes Kind so seine Vorlieben. Auf die 'harte Tour' wird es vermutlich nicht funktionieren. Mal ganz abgesehen davon, dass es einen Vertrauensbruch zwischen dir und deiner Kleinen geben würde, braucht sie einfach die Milch an sich auch noch sehr. Lieben Gruß, Kristina
zweizwerge
Hallo Julchen, hast Du schonmal überlegt, erstmal nur tagsüber nicht mehr zu stillen? Da ich wieder angefangen habe, zu arbeiten, als meine Zwillinge 9 Monate alt waren (zunächst nur Teilzeit, nach 12 Monaten voll), habe ich, nachdem ich gehört habe, dass das meist gut funktioniert, erstmal nur die Stillmahlzeiten vormittags/mittags ausfallen lassen. Das haben wir schon ein paar Wochen vor meinem Arbeitsbeginn geübt, damit es für sie nicht mit den anderen Umstellungen zusammenfällt. Es war weder für mich noch die Kleinen sehr stressig und hat uns auch nicht so unter Druck gesetzt, dass sie ansonsten genug Trinken oder Essen. Das Einschlafen zum Mittagsschlaf müsstest Du dann anders organisieren (z.B. Kinderwagen - oder Deine Tochter probiert es mal mit dem Papa ohne Stillen daheim aus ), aber ansonsten wäre es erstmal nicht unbedingt mit großen Umstellungen verbunden. Das erste Stillen nachmittags/abends gibt es dann, wenn Du angefangen hast zu arbeiten, halt nach Deiner Rückkehr - oder, wenn das Dir auf Dauer lieber ist, erst abends zum Einschlafen. Damit könntest Du Deiner Tochter noch etwas Zeit geben, mehr Appetit auf Festes zu entwickeln und das Trinken aus Becher oder Trinklernflasche weiter zu üben. Egal wie Du Dich entscheidest - alles Gute!
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