FraukeHB
Mein kleiner ist nun 16 Monate alt. Ich stille ihn immer noch nachts. Er isst am Tage bei unseren normalen Mahlzeiten mit und futtert auch sonst sehr viel. seit ca. 1 Monat stille ich ihn nicht mehr zum einschlafen weder mittags noch abends. Das klappte problemlos, er hat es sofort akzeptiert. Wir haben feste Rituale am abend. Nach dem Abendessen werden Mit der Großen Schwester zusamnen die Zähne geputzt. Beide bett fertig gemacht und dann schau ich mir Mit dem kleinen zusammen ein Buch an, wir kuschekb, dann leg ich ihn ins bett und er schläft ein. Spätestens um 19:30h ist Ruhe. Allerdings wacht er meist gegen 21h auf, da kann ich ihn beruhigen ohne zu stillen. Um 22h ist es dann vorbei. Er ist wieder wach und lässt sich nicht beruhigen. Mein Mann hatte es auch schon probiert aber der Kleine schrie 3h lang hysterisch bis ich ihn dann gestillt habe. Ich hatte gehofft das er sich selbst abstillt aber das ist in weiter ferne. Ich habe abgepumpt und versucht ihn so nachts an die Flasche zu gewohnen, aber das hat nicht geklappt.weder muttermilch, normale Milch oder premilch. Diese trinkt er auch tagsuber nicht. Ich stille 3-4x zwischen 22-6h, das ist sehr ermüdend. Ich habe tagsüber keine Möglichkeit mich auszuruhen ich Bin einfach erledigt und möchte nicht mehr. Ich hatte in anderen Beiträgen gelesen das es hilft nicht mehr so lange zu stillen sondern ihn vorher von der Brust zu nehmen. Wie funktioniert das? Was kann ich noch tun? Mein Mann kann es nicht übernehmen... Viele grüsse Frauke
Kristina Wrede
Liebe Frauke, ich kann gut verstehen, dass du am Ende bist, denn das häufige Stillen in der Nacht schlaucht tatsächlich sehr. Schläft dein Kleiner denn bei dir im Bett? Falls nicht, wäre das noch eine Alternative zum Abstillen, denn dann musst du nicht wirklich wach werden, um ihn zu stillen. Ansonsten hilft nur, ganz konsequent zu bleiben, egal wie lange er schreit. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, dass du ihn zunächst stillst, wenn er das erste Mal wach wird (also gegen 22 Uhr), das nächste Mal aber nicht, sondern erst zu bzw. nach einer bestimmten Zeit? Hier hat sich die Radiowecker-Methode schon oft bewährt. Das ist nämlich ein für dein Kind sehr leicht zu erlernendes Zeichen, das ihm zeigt: Jetzt kannst du stillen ("an") oder jetzt ist keine Stillzeit ("aus"). Du kannst so vorgehen, dass du eine Zeitschaltuhr so programmierst, dass sie ab 22 Uhr alle 2 Stunden auf "an" schaltet. Die ersten 2 Nächte sind für die Umgewöhnung. Wichtig ist, dass du schon tagsüber mit deinem Kind darüber sprichst, wie ihr das zukünftig handhaben werdet: Gestillt wird nur dann, wenn das Radio (die Musik, das Licht, o.ä.) an ist. Nicht, solange es aus ist, denn da schläft die Milch. Ab der dritten Nacht dehnst du dann die Pausen jede Nacht um jeweils eine Viertelstunde aus. Es dauert dann zwar noch ein paar Tage, bis du wirklich auf 4 Stunden Schlaf am Stück kommst, sollte aber dennoch gut funktionieren! (Du musst dich aber wirklich auch daran halten, und dein Kind ggf. ans Stillen erinnern, wenn euer Zeichen gerade auf "an" geschaltet hat. So weiß das Kleine nämlich: 'Ich kann mich auf Mami verlassen'.) Die Sache mit dem 'früher von der Brust nehmen' klappt nachts erfahrungsgemäß weniger gut als bei Tag, weil alle Beteiligten weniger geduldig sind. Es funktioniert so, dass du das Stillen abbrichst und dein Kind ablenkst, bevor es von sich aus fertig ist mit dem Stillen. Lieben Gruß, und viel Erfolg! Kristina
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