Kathleen79
Hallo, meine Tochter ist 6 Monate und bekommt seit 3 Wochen Mittags Brei, was gut klappt. Aufgrund meiner Rheumatischen Erkrankung und starken Schmerzen möchte/muss ich allmählich abstillen, da ich starke Schmerzen habe und wieder Medikamente nehmen muss. Können wir nach 3 Wochen den Abendbrei schon einführen, so dass eine weitere Stillmahlzeit ersetzt wird. Wie geht es dann weiter? Kann ich nach weiteren 3 Wochen den GOB einführen? Könnte ich dann gleichzeitig versuchen meiner Tochter morgens eine Flasche zu geben? Ich möchte nicht zu schnell abstillen, aber doch in absehbarer Zeit. Vielen Dank für Ihre Hilfe. Viele Grüße Kathleen
Liebe Kathleen, wenn Du wegen deiner Erkrankung abstillen möchtest, kannst Du dir alle Zeit lassen, denn es gibt stillverträgliche Mittel. Bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft) kann und sollte sich dein Arzt jederzeit an das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") wenden, das unter der Telefonnr. 030 30308 111 erreichbar ist, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Wenn Du in absehbarer Zeit abstillen möchtest, solltest Du noch zur Flasche hin abstillen und nicht zu schnell die Mahlzeiten ersetzen. Sicherlich kannst Du zusätzlich auch weiterhin Brei anbieten, allerdings dauert es ja doch eine ganze Weile, bis eine komplette Mahlzeit ersetzt ist. Außerdem ist dein Kind noch zu jung für so viel Beikost, es braucht hauptsächlich noch Milch. Am besten gehst Du so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Du beginnst, bleibt dir überlassen. Nach Möglichkeit solltest Du nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Besprich mit deiner Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Du verwenden solltest. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Du kannst verschiedene Sorten Ersatzmilch anbieten, vielleicht schmeckt deinem Baby die probierte Sorte nicht. Für das komplette Abstillen solltest Du in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Du Probleme mit der Brust vermeiden willst und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi
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