Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, ich möchte gerne nachts abstillen und hätte gerne ein paar Tips von Dir. Lena ist inzwischen 10 1/2 Monate alt und verweigert erfolgreich künstliche Milch in jeglicher Form :o)) Daher habe ich beschlossen, sie zu stillen, bis sie 1 Jahr alt ist, d.h. ich möchte abgestillt haben, wenn sie so 12-14 Monate alt ist. So lange hatte ich das eigentlich nie vor! :o)) Das Stillen nervt mich immer mehr, vor allem nachts und das ist ja dann auch nicht harmonisch und auch nicht schön für Lena. Als erstes möchte ich nachts abstillen und weiterhin tagsüber 2-3mal stillen (zum Einschlafen mittags und abends) und das dann auch langsam reduzieren. Laut Dr.Posth dauert es 2-3 Nächte, bis sich der Stoffwechsel umstellt und die Nächte ruhiger werden. Solange soll man das Baby mit Rumtragen, Schmusen, Wasser trinken usw versuchen zu beruhigen. Lena schläft eh meistens bei uns im Bett und darf natürlich auch weiterhin bei mir Kuscheln! Wir wollen sie nicht schreien lassen (obwohl die junge Dame sehr energisch ist, wenn ihr was nicht paßt!) Nur das ständige Nuckeln und Rumzerren an der Brust usw, das muß ein Ende haben! Mein Mann wird im Februar frei nehmen, so daß wir das nächtl. Abstillen dann an einem langen WE in Angriff nehmen. Was können wir tun, um Lena das Abstillen zu erleichtern? (Schnuller nimmt sie nicht, ich bin ihr Schnuller :o)) Paßt sich die Milchproduktion an und geht langsam zurück, da ich ja tagsüber noch stille? Vielen Dank schon mal - Du hast mir in der Vergangenheit auch schon oft geholfen! Liebe Grüße Ceres01
Liebe Ceres01, wenn Du für dich sicher bist, dass Du nachts nicht mehr stillen magst, dann wird das vermutlich nicht ganz ohne Trauer bei deinem Kind gehen. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. In diesen Gesprächen kannst Du dein Kind immer wieder darauf hinweisen, dass Du der Meinung bist, dass das Stillen in der Nacht nun eingeschränkt wird, dass Du es aber weiterhin genau so sehr lieb hast, wie schon immer. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir, dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedes mal deinem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Du kannst dein Kind ja in der ersten Zeit zuerst stillen und dann deinem Partner übergeben. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Mit Geduld, Ruhe und viel Liebe, werdet ihr das schaffen. Sollte deine Brust zu spannen beginnen, kannst Du anfangs noch ausstreichen oder abpumpen, bis die Spannung nachläst, zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. LLLiebe Grüße Biggi
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