Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

abstillen

Frage: abstillen

Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi, meine Tochter ist jetzt 13 Monate alt und ich habe seit ca. 10 Monaten "Morbus Basedow", eine Autoimmunkrankheit, die eine Schilddrüsenüberfunktion hervorruft. Mein Arzt drängt mich ernsthaft abzustillen, damit ich die Medikamententherapie entlich anfangen kann. Ich bin totunglücklich und möchte eigendlich noch garnicht abstillen. Da es aber sein muss, versuche ich eine gute Möglichkeit dafür zu finden. Meine Tochter ißt recht schlecht und braucht es auch noch gestillt zu werden. Ich weiss garnicht wie ich das schaffen soll :o( Es gibt wohl auch ein homöhopatisches Mittel, das angeblich etwas wirkt, aber nicht als Ersatz gilt. Mein Arzt, der nichts gegen homöhopatische Mittel hat, meint aber das es nichts nützen würde.


Biggi Welter

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? Liebe Tarifa, eine Schilddrüsenüberfunktion kann auch in der Stillzeit allopathisch behandelt werden. Es gibt stillverträgliche Thyreostatika. Dein Arzt kann sich in der Fachliteratur (z.B. „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit“ von Schaefer und Spielmann) oder bei der Beratungsstelle für Embryonaltoxikologie in Berlin genau erkundigen, welche Möglichkeiten es gibt. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Er hat angeblich nachgeschaut und meinte es kann paassieren, dass das Kind dadurch eine Schilddrüsenunterfunktion bekommen kann. Meinst du ich sollte vielleicht doch noch mal zum Heilpraktiker ?


Biggi Welter

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? Liebe Tarifa, ich kann nur wiederholen: Eine Schilddrüsenüberfunktion kann auch in der Stillzeit behandelt werden. Ich zitiere dir aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 6. Auflage 2001: „Zu den Thyreostatika zählen Carbimazol, Natriumperchlorat, Propylthiouracil und Thiamazol. Carbimazol wird zu Thiamazol als aktivem Metaboliten verstoffwechselt. Carbimazol und Thiamazol besitzen M/P-Quotienten von etwa 1. Unter täglich 40 mg Carbimazol sind Methimazol-Spitzenwerte von 0,72 mg/l Milch gemessen worden (Cooper 1984). Daraus errechnet sich eine relative Dosis von maximal 27 % Carbimazol für den gestillten Säugling. Im Durchschnitt sind aber eher 2 - 10 % der gewichtsbezogenen Dosis anzunehmen (Übersicht in Bennett 1996). ... „Empfehlung für die Praxis: Propylthiouracil ist Thyreostatikum der Wahl in der Stillzeit und sollte Thiamazol und Carbimazol insbesondere dann vorgezogen werden, wenn deren Erhaltungsdosis mehr als 5 mg/Tag beträgt. Liegt die Propylthiouracildosis im oberen therapeutischen Bereich, sollten nach etwa 3 Wochen die Schilddrüsenparameter des Säuglings kontrolliert werden. Dies gilt natürlich er recht, wenn mit höheren Dosen der anderen Thyreostatika behandelt wurde. Natriumperchlorat soll in der Stillzeit nicht genommen werden. Schilddrüsenhormone sollten nicht zusammen mit Thyreostatika gegeben werden, da hierdurch höhrere Thyreostatikadosen erforderlich werden" Bei diesen Angaben muss auch in Betracht gezogen werden, dass sie sich auf voll gestillte Säuglinge und nicht auf ältere Stillkinder beziehen. Sprich doch nochmals mit den Arzt. LLLiebe Grüße Biggi


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