Mitglied inaktiv
liebe bigi mein sohn ist jetzt 16 monate alt. seit ein halbes jahr stillen wir noch in der nacht und abends und morgens. dass war sehr schön so. seit aber drei wochen will er immer an die brust. zieht mir andauernd mein t-shirt rauf. ich möchte nicht das er am tag stillt und es ist mir etwas peinlich wenn er das öffentlich tut. er weint dann und ist fustriert. jetzt überlege ich mir abzustillen. weil ich dass gefühl habe es ist einfacher für ihn garnicht mehr, als nur abend und morgens. ich glaube er ist verwirrt. er denkt: Warum machnmal ja, manchmal nein? aber ich merke dass es mir sehr schwer fällt abzustillen und ich etwas traurig bin deswegen. was soll ich tun???!!!! falls ich doch abstille, muss ich da etwas mit der brust machen und der milch? vielen dank jetzt schon und liebe grüsse anuschka
Liebe Anuschka, es ist ganz normal, wenn ein Kind in diesem Alter wieder vermehrt an die Brust möchte. Stillen ist viel, viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Es ist Trost, Geborgenheit, sicherer Hafen und ein Weg zur Ruhe zu kommen, wenn die Wellen des Alltags so hoch geschlagen sind, dass das Kind keinen Weg mehr weiß, um mit sich selbst und der Umgebung ins Reine zu kommen. Leider verstehen manche Menschen (vor allem diejenigen, die selbst nicht oder nur sehr kurz gestillt haben) nicht, dass Stillen all das, was ich oben beschrieben habe und noch viel mehr bedeutet. Sie erkennen nicht, dass ein entsetztes, wütendes oder verletztes Kind an der Brust wieder den Weg zu sich selbst zurück findet und dabei auch noch sein Gesicht wahren kann. Es wird von der Mutter nicht bloßgestellt, sondern angenommen und kann sich in der sicheren Geborgenheit des Stillens wieder erholen und beruhigen. Lass dich nicht beirren und vertrau auf dein Gefühl. Ich habe jetzt kein Rezept für dich, wie Du deine Gefühle und die Bedürfnisse deines Kindes miteinander in Einklang bringen kannst. Ich kann dir nur an Herz legen, in einer stillen Stunde (oder vielleicht eher Minute) für dich selbst zunächst einmal eine Bestandsaufnahme zu machen und für dich selbst in Reine kommen, was DU für dich als wichtig und richtig erkennst. Wenn Du es erst einmal geschafft hast, deine eigene Position gründlich zu bestimmen, dann wird es dir auch leichter fallen, zu erkennen, was für deinen Sohn absolut wichtig ist und wo er vielleicht Einschränkungen verkraften kann. Wenn du Dein Baby nun endgültig abstillen möchtest, empfiehlt es sich dabei langsam vorzugehen. Von Abstillmedikamenten wird wegen der möglichen gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen abgeraten. Um gesundheitliche Komplikationen beim plötzlichen Abstillen zu vermeiden, solltest Du genügend Milch ausstreichen oder abpumpen, um dich wohlzufühlen, einen stützenden aber nicht einengenden - Büstenhalter tragen, deinen Salzkonsum einschränken und entsprechend deinem Durstgefühl trinken. Am Besten streichst Du zu den Zeiten, zu denen Du normalerweise gestillt hättest, soviel Milch aus, dass Du keine Spannungsgefühl mehr empfindest. Allmählich geht dann die Milchmenge zurück und Du mußt immer weniger ausstreichen. LLLiebe Grüße Biggi
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