Mitglied inaktiv
Hallo! Meine Tochter ist jetzt 9 Wochen alt und bisher habe ich erfolgreich gestillt.Seit ein paar Tagen habe ich jedoch das Gefühl sie wird nicht mehr satt.Leg ich sie an, trinkt sie erst gut, fängt dann aber nach ca 3 min an immer wieder neu anzusetzen und zu weinen.leg ich sie dann an die andere Seite, geht das gleiche wieder los.Es endet dann damit das sie schreit.Ich mache ihr manchmal noch nen Tee damit sie wenigstens denkt satt zu sein.Seit ein paar Tagen kommt sie Nachts auch häufiger und früher als sonst. Ich überlege nun ihr die Flasche zu geben um sicher zu sein das sie genügend ist.Nachts würde ich sie natürlich gerne weiterhin stillenAber ist das möglich? Muß ich jetzt abpumpen oder zu Arzt um keinen Milchstau zu bekommen? Vielen Dank. MfG
? Liebe Leela, es ist vollkommen normal, dass ein Baby Phasen hat, in denen es häufiger gestillt werden will und nachts häufiger aufwacht, das alleine ist KEIN Anzeichen für zu wenig Milch. Das von Ihnen beschriebene Verhalten lässt nicht an zu wenig Milch denken, sondern eher an ein Kind, das nicht mehr weiß, wie es korrekt an der Brust trinken sollte und eventuell noch einen Wachstumsschub hat. Wachstumsschübe sind Zeiten erhöhter Nachfrage, in denen das Baby sehr oft gestillt werden möchte. Wird das Baby dann auch häufig angelegt (etwa alle zwei Stunden, manchmal sogar noch häufiger), erhält der Körper der Frau das Signal `mehr Milch bildenA und nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und die Milchmenge hat sich dem Bedarf des Babys wieder angepasst. Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Sie haben dann nicht zu wenig Milch, sondern der Bedarf Ihres Babys hat sich vergrößert und die Brust muss darauf erst reagieren. Je häufiger angelegt und die Brust effektiv entleert wird, um so mehr Milch wird gebildet. Schauen Sie sich Ihr Baby einmal auf die folgenden Punkte hin an: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass `nassA ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Sind diese Punkte alle erfüllt? Dann ist davon auszugehen, dass Ihr Baby gedeiht. Sollten diese Punkte wider Erwarten nicht erfüllt sein, dann wenden Sie sich bitte an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe und an Ihre Kinderärztin/arzt. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben. Die Gabe von Tee ist in mehrfacher Hinsicht kontraproduktiv: Sie stört das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage, gaukelt dem Kind eventuell vor, satt zu sein, ohne dass es dies tatsächlich ist (das kann im Extremfall zu einer Gedeihstörung führen) und außerdem kann die Gabe von Tee mit der Flasche zu einer Saugverwirrung führen. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Nun kann ein verhängnisvoller Kreislauf beginnen: da das Kind mit der falschen Technik an der Brust trinkt, wird es an der Brust hektisch, saugt an, lässt wieder los, dreht den Kopf hin und her schluckt viel Luft (die wiederum führt möglicherweise zu Bauchproblemen) und da es die Brust nicht mehr richtig stimuliert kommt es zu einem Rückgang der Milchmenge und damit zu weiterem Zufüttern, wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird. Eine Saugverwirrung ist alles andere als lustig und Stillberaterinnen wissen aus Erfahrung nur zu gut, warum sie künstlichen Saugern wie Schnuller und Flasche kritisch gegenüberstehen, denn beide bescheren uns immer wieder eine Menge "Beschäftigung". Wenn Sie sicher sind, dass Sie abstillen wollen, können Sie folgendermaßen vorgehen: Legen Sie Ihr Kind zunächst an, lassen Sie es sich aber nicht vollständig satt trinken, sondern bieten Sie anschließend noch die Flasche an. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Kinder über sechs Monate können auch Beikost erhalten. Falls die Brust zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn Sie keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) haben, besteht jetzt kein Handlungsbedarf mehr. Ihre Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht `schlechtA). Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Aber wie oben beschrieben, denke ich nicht, dass es notwendig ist abzustillen, sondern viel mehr, dass Ihnen eine persönliche Beratung durch eine Kollegin vor Ort helfen kann, wieder zu einer zufriedenen Stillbeziehung zu finden. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Hallo das gleiche Problem hatten wir mit unserem mittlerweile 5 Monate alten Sohn auch. Wie geht es deiner Tochter sonst? Sind die windeln schön nass, ist sie aktiv und ihre Haut rosig? Lass als erstes den tee weg, damit tust du dir bzw deiner Milchproduktion keinen gefallen.Ich habe Akupunktur zur Milchbildung bekommen,hat super angeschlagen und ich stille immernoch voll. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen und es klappt bald wieder besser! Liebe Grüße Tina
Mitglied inaktiv
hallo, ich würde erst einmal ganz ruhig bleiben. Ein Kind stillt sich nicht so einfach ab und es wird auch von heute auf morgen nicht mehr satt. Da brauchst du dir keine Sorgen machen. Ich tippe ja ganz stark drauf das ihr gerade einen Wachstumsschub mitmacht und deine Tochter daher öfter das Bedürfnis hat zu trinken. lege sie einfach so oft wie sie möchte. Muttermilch ist ist nach 60 bis 90 minuten verdaut von daher brauchst du dir keine Sorgen machen. Das mit dem Tee schließe ich mich meiner Vorschreiberin an, denn würde ich auch ganz schnell weg lassen ein Kind in dem Alter wenn es gestillt wird nur und ausschließlich Muttermilch durch den Tee kannst du auch eine Saugverwirrung hervorrufen. Laß alle künstlichen Sauger weg. Keinen Schnuller und keine Flasche und dann bekommst du das mit deiner Tochter bestimmt wieder hin. Laß dir Zeit beim Stillen und nimm dir auch die Zeit für euch beide ganz alleine. Kopf hoch diese Krise werdet ihr schon überstehen. LG Anja mit Julia 12 Wochen
Mitglied inaktiv
Hallo Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.Nun habe ich aber nochmal eine Frage:Soll ich (in Hinsicht aufs Abstillen) meine Tochter zu jeder Mahlzeit erst Anlegen und dann die Flasche geben oder nur wenn die Brust spannt?Muß ich bei dieser Methode dann überhaupt abpumpen? Vielen Dank MfG
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