Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tochter ist jetzt 30 Wochen alt und ich habe drei Breimahlzeiten ersetzt. Das funktioniert prima. Aber:sie nimmt keinen Schnuller und keine Flasche und ich komme von den restlichen Stillmahlzeiten nicht weg. Im Gegenteil, nachts trinkt sie wieder dreimal. LKäaßt sich aber durch nix anderes beruhigen. Was tun? Wie kriege ich in dieses Kind eine Flasche mit Folgemilch rein? Mein man hat es auch schon probiert, sowohl die Flasche als auch sie nachts hinzuhalten,so daß der Busen(ich) nicht in der Nähe ist. Keine Chance. Haben Sie einen Tipp, wie man das Kind an den Sauger bringt oder muß ich mich demütig fügen und sie stillen bis sie 18 ist? Mein Sohn ließ sich viel einfacher von der "Pulle" überzeugen. Jedes Kind uist anders. Liebe Grüße von einer müden Katrin
Liebe Katrin, selbst wenn dein Kind sich an die Flasche gewöhnt, wird es nicht besser schlafen. Von Durchschlafen spricht man, sobald ein Baby fünf Stunden oder länger in einem Stück schläft. Um welche Tageszeit das ist, spielt keine Rolle für den Begriff "durchschlafen". Die Fähigkeit längere Zeit am Stück zu schlafen ist unabhängig von der Ernährung. Ein Baby muss eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung (oder ein Abendbrei) verbessern das Schlafverhalten nicht (das wurde in Studien nachgewiesen). Es gibt nicht wenige Kinder, die dann sogar noch weniger schlafen. Es ist natürlich auch verständlich, dass Du nach Wegen suchst, die dir das Leben nach all den Anstrengungen der letzten Monate erleichtern. Wenn Du überzeugt davon bist, dass das Abstillen dir das Leben wirklich erleichtert, dann solltest Du versuchen den Abstillprozess langsam und mit viel Liebe durchzuführen. Dein Baby braucht einen Ersatz für deine Brust. Als Ersatz können Flasche, Schnuller und Schmusetuch dienen, denn es ist davon auszugehen, dass dein Kind noch ein recht hohes Saugbedürfnis hat. Viele Kinder lieben es auch, am Finger ihrer Mutter oder ihres Vater zu saugen. Viel Körperkontakt, wie er beim gemeinsamen Schlafen und beim Tragen entsteht, ist ebenfalls hilfreich. Das Füttern sollte unter Umständen zunächst jemand anderes übernehmen, viele Babys sind eher geneigt eine Flasche von einer anderen Person als von der eigenen Mutter anzunehmen. Ach ja, ein so junges Baby ist noch nicht so vorausschauend, dass es "weiß", dass es ja bald wieder an die Brust darf und deshalb jetzt weniger isst. Es dauert einfach seine Zeit, bis ein Baby größere Mengen Beikost isst, beim einem Kind geht es schneller, beim anderen langsamer, auch hier sind Kinder Individualisten. Viele Stillkinder verweigern die Flasche und zwar erstens, weil sie mit dem ungewohnten Gefühl des künstlichen Saugers nichts anfangen können und zweitens weil sie nicht wissen, wie sie aus einer Flasche trinken müssen, denn die Technik zwischen Sauger und Brust unterscheidet sich ganz erheblich. Ein Baby muss erst lernen, was sie mit dem Sauger tun soll und mit welcher Technik es aus der Flasche trinken muss. Dazu kommt, dass es sich denkt "Was soll ich denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". Daher funktioniert es oft besser, wenn nicht die Mutter die Flasche gibt, sondern der Vater, die Oma, ein Babysitter usw. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Du kannst versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken mag. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Manchmal hilft es auch, dem Baby den Sauger nicht in den Mund zu stecken, sondern so wie beim Stillen durch Berührung mit der Brustwarze der Suchreflex ausgelöst wird, mit dem Sauger die Unterlippe des Babys zu berühren und zu warten, bis es den Sauger selbst nimmt. Es kann auch helfen, den Sauger mit Hilfe von warmem Wasser auf Körpertemperatur zu bringen. Weitere Tipps sind: o das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln o den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen o verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren o verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen o versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern o geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Geduld dürfte das Wichtigste sein. Dein Baby wird es schon noch lernen. LLLiebe Grüße Biggi
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