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Liebe Biggi, meine Tochter ist 7 Monate alt. Seit einem Monat ißt sie mit Begeisterung auch Beikost, mitlerweile um 11 Uhr Möhrchen&Kartoffel und um 19 Uhr Banane. Ansonsten stille ich sie voll (ca. 7 Uhr, 15 Uhr, 21 Uhr und 1 mal nachts)und sie bekommt zu den Möhrchen noch abgepumpte Muttermilch (während ich arbeite) und zur Banane die Brust. Nun suche ich nach einem Konzept, langsam abzustillen. Da es ja Beikost und keine Anstattkost ist, braucht meine Tochter ja weiterhin Milch. Könnte ich z.B. zu den Beikostmahlzeiten Wasser geben und zu den anderen Mahlzeiten weiterhin stillen, so dass sie sich so viel Milch holen kann, wie sie will? Und dann als weitere Beikost Milchbrei einführen, die ich mit tiefgefrorener MuMi bereite (habe ich noch sehr viel von)und dann ab dem 9./10. Monat langsam die Stillmahlzeiten durch Kuhmilch + weitere Beikost ersetzen? In meiner Familie und der meines Mannes bestehen keine Allergien. Oder sollte es auf jeden Fall dann Milchpulver sein? Das würde ich gerne vermeiden, habe das Gefühl, dass ich dann auch weiter stillen könnte. Allerdings möchte ich auch nicht unbedingt über das 1. Lebensjahr hinaus noch stillen. Vielen Dank! Rosines Mama
? Liebe Rosines Mama, Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichend häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Vor dem ersten Geburtstag wird empfohlen, dass keine Kuhmilch eingeführt wird und dies nicht nur wegen dem Apsekt der Allergieprävention, sondern auch deshalb, weil die Zusammensetzung von Kuhmilch nicht auf das abgestimmt ist, was ein Baby braucht und verträgt. Vor dem ersten Geburtstag wir deshalb als Ersatz für die Muttermilch zu künsticher Säuglingsnahrung geraten. Wenn das Kind damit zurecht kommt und satt wird, kann eine Stillmahlzeit auch vollständig durch Beikost ersetzt werden, allerdings ist es nicht ratsam bei einem Kind mit sieben Monaten mehr als ein bis maximal zwei Mahlzeiten durch Beikost zu ersetzen. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Das Einfachste ist wirklich, dass mindestens bis zum ersten Geburtstag der Milchbedarf über Muttermilch gedeckt wird und das Kind dann an Kuhmilch und Kuhmilchprodukte herangeführt wird. Für Tipps rund um das Thema Beikost bietet sich das Buch „Babyernährung gesund & richtig – B(r)eikost und Fingerfood“ von Gabi Eugster an. Dort finden sich sehr viele Informationen und Tipps zum Thema Ernährung ab dem siebten Monat. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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