Mitglied inaktiv
Hallo! Unsere Tochter Annika ist jetzt 6,5 Monate alt. Sie wurde bis jetzt voll gestillt. Nun möchte meine Frau gerne möglichst bald abstillen. Seit 3 Tagen bekommt die Kleine 2x am Tag vor der Brustmahlzeit ein paar Löffel Frühkarrotten. Das Füttern mit dem Löffel klappt schon sehr gut und es schmeckt ihr auch sichtlich. Will man nun aber nur alle paar Wochen eine Brustmahlzeit ersetzen würde es noch mehrere Monate dauern bis meine Frau ganz abstillen könnte. Daher nun unsere Frage: Kann man ohne Probleme für unsere Kleine 2 oder 3 Brustmahlzeiten (sie wird momentan ca. alle 3 Stunden gestillt) durch Flaschenmilch ersetzen? So bräuchte meine Frau eventuel schon jetzt nur noch morgens und abends stillen. Und was ist von hypoallergener Milch zu halten da sowohl ich als auch meine Frau unter Allergien leiden. Frank, Michaela und Annika
? Lieber Frank, schön mal wieder einen Vater im Stillforum zu haben. Es ist möglich, schneller abzustillen, aber die Frage ist, ob es wirklich von Vorteil ist. Sowohl Ihr Kind als auch Ihre Frau profitieren vom längeren Stillen (den meisten Menschen ist nicht bewusst, wie viele langfristige gesundheitliche Vorteile das lange Stillen für die Mutter hat, z.B. ein niedrigeres Osteoporoserisiko) und vor allem vom langsamen Abstillen und gerade wenn Ihr Kind so deutlich allergiegefährdet ist, sollten Sie beide sich überlegen, ob Sie wirklich jetzt bald abstillen und auf künstliche Säuglingsnahrung umstellen wollen. Wenn Ihre Frau absolut sicher ist, dass Sie schnell abstillen will, kann sie folgendermaßen vorgehen: Sie legt ihr Kind zunächst an, lässt es sich aber nicht vollständig satt trinken, sondern bietet anschließend noch die Flasche an. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Kinder über sechs Monaten können statt künstlicher Säuglingsnahrung auch Beikost erhalten. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung (bzw. Beikost), bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpt sie gerade so viel Milch ab oder streicht von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und sie sich wieder wohl fühlt. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kann sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Es sollte entsprechend dem Durstgefühl getrunken werden. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollte sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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