Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, du erinnerst dich vielleicht, ich habe vor etwa 2 Wochen geschrieben. Mein 14 Monate alter Sohn hat eine orale Aversion, war immer noch zu 100% auf die Brust angewiesen, ich wurde schwanger, keine Milch mehr... Wir haben dann nochmal alles probiert (Supplement Nursing Set, Schnuller mit Reservoir,...), schliesslich wurde ihm letzten Freitag eine perkutane Sonde gesetzt und seitdem fuettern wir ihn so. Inzwischen ist er wieder das froehlichste Kind, endlich satt! Seit letzten Donnerstag nacht hab ich nun nicht mehr gestillt. Inzwischen habe ich ein bisschen ein Spannungsgefuehl in meiner Brust, aber nicht schlimm (ausserdem fuehlen sie sich auch nicht wirklich voll an...). Sollte ich spezielles beachten oder kann ich "einfach so" aufhoeren? Ich moechte ihn nicht mehr stillen, auch nicht einmal am Tag, denn auch fuer einmal wuerds nicht wirklich reichen, dass er satt wird. Und die Frustration moecht ich ihm ersparen (die Frustration und Hunger der letzten zwei Wochen war genug fuer den armen Kerl, er verlangt auch nicht nach der Brust). Viele liebe Gruesse und herzlichen Dank fuer deinen immer sehr lieben und geduldigen Rat! :o) Birgit
? Liebe Birgit, eine Sonde kann der Weg sein, der für eine besondere Situation der richtige ist. Solange Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. hast, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Falls die Brust doch so zu spannen beginnt, dass es dir sehr unangenehm wird, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Ich wünsche euch, dass dein Sohn bald lernen kann, die orale Aversion zu überwinden und dass Du eine unbeschwerte Schwangerschaft und eine gute Geburt erleben darfst. LLLiebe Grüße Biggi
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