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Liebe Biggi, meine Tochter ist 7 1/2 Monate alt. Ich habe sie bis vor kurzem gestillt. Nun wurde bei mir eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt. Ich konnte den Zeitpunkt der Einnahme der ersten Schilddrüsentablette noch etwas hinauszögern. Inzwischen reduzierte ich das Stillen bis auf 1x nachts. Nun musste ich aber troztdem Tabletten für's Abstillen nehmen, da immer wieder Milch gebildet wurde. Auch jetzt,nach 7 Tagen ist noch immer Milch in der Brust. Meine Frage ist nun: soll ich die Milch ausdrücken (ich hab's in den letzten Tagen schon mal gemacht mit dem Erfolg, dass noch mehr Milch gebildet wurde und die Brust weh tat. Andererseits habe ich gehört, dass Reste von Milch in der Brust verkalken und dadurch später mal Brustkrebs entstehen kann. Was also soll ich machen?? Vielen Dank und liebe Grüße Sarah
? Liebe Sarah, eine Schilddrüsenüberfunktion kann auch in der Stillzeit behandelt werden, ein Abstillen ist keineswegs immer unumgänglich in dieser Situation. Es ist vollkommen normal, dass das Abstillen - auch das medikamentöse Abstillen - nicht von heute auf morgen geht. Ganz abgesehen davon sind Abstillmedikamente wegen Ihrer Nebenwirkungen ohnehin sehr umstritten (und in vielen Ländern sogar verboten) und nach der unmittelbaren Neugeborenenperiode ist ihre Wirkung nicht bewiesen. Sobald Sie jetzt Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommen sollten, können Sie gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Sie brauchen Ihre Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern können und sollen weiterhin entsprechend Ihrem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Wenn Sie keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. mehr haben, besteht kein Handlungsbedarf. Ihre Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht" und Krebs wird dadurch auch nicht ausgelöst). Widerstehen Sie der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Sobald nicht mehr an der Brust manipuliert wird, hört dann auch die Milchbildung nach einer Weile endgültig auf. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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