Mitglied inaktiv
Hallo Frau Welter, wegen einer Saugverwirrung habe ich schon im Krankenhaus abgepumpt. Alle Versuche mit Hilfe der Hebammen mein Kind zu stillen, sind leider gescheitert. Nun hat sich die Milchmenge drastisch reduziert, so das es höchstens noch für eine Mahlzeit am Tag reicht und ich zufüttern musste, auch wenn ich Tag und Nacht pumpe und die Milch sammele. Laut Kinderarzt bringt diese geringe Menge MuMilch keine Vorteile mehr für mein Kind (6 Wochen alt) und ich soll abstillen. Meine Frage: Kann ich nun einfach aufhören zu pumpen da sowieso nur noch wenig Milch kommt (bei 1x pumpen ca. 20-40 ml) ohne das es zu Komplikationen kommt oder benötige ich Tabletten vom Frauenarzt? Gruß Gabi
? Liebe Gabi, schade, dass Ihr Kinderarzt offensichtlich den Wert der Muttermilch nicht zu schätzen weiß:-). Auch eine geringe Menge Muttermilch ist von Vorteil für das Kind, hier gilt, dass jeder Tropfen kostbar und wertvoll ist und es gibt keine „Mindestmenge" ab der es erst „sinnvoll" wäre, dem Kind Muttermilch zu geben. Ich verstehe jedoch, dass das mühsame und nicht sehr effektive Pumpen Sie frustriert. Sie haben nun entweder die Möglichkeit gänzlich abzustillen oder aber Sie können doch noch einen Versuch unternehmen, zusammen mit einer Stillberaterin Ihre Milchmenge zu steigern (oft liegt es an der Pumpe oder der Art, wie die Pumpe verwendet wird, wenn die Milchmenge immer weiter zurückgeht) und vielleicht sogar Ihr Baby an die Brust zu führen. Wenn Sie noch Nerven, Kraft und Zeit für einen Versuch haben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Dazu brauche ich lediglich Ihren Wohnort mit Postleitzahl. Wenn Sie sich zum endgültigen Abstillen entschlossen haben, pumpen Sie allmählich immer weniger ab. Wenn es nur mehr 20 ml sind, die Sie abpumpen, können Sie ausprobieren, wie Ihre Brust reagiert, wenn Sie das Abpumpen ganz ausfallen lassen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Liebe Gabi, mein Baby war die ersten zwei Wochen auf der Intensivstation und ich musste in dieser Zeit abpumpen. Ich hatte dafuer eine Krankenhauspumpe ausgeliehen, nicht gerade billig, aber es hat sich rentiert. Eine Krankenhauspumpe ist unvergleichlich staerker als jede Pumpe, die du kaufen kannst. Ich habe von Anfang an beidseitig GLEICHzeitig gepumpt, und daraufhin ist die Milch richtig eingeschossen. So konnte ich mein Baby dann auch nach den 2 Wochen Intensivstation beginnen zu stillen, und ich tu's noch heute (er ist inzwischen ein Jahr). Natuerlich hatte ich dann auch am Anfang die ueblichen Probleme: ploetzlich ging die Milchproduktion runter, Baby wollte abends nur noch trinken und trinken usw. Aber nach ein paar Tagen war die Milch auch wieder voll da und nach einer Weile auf und ab wars dann eingestellt. Ich war echt froh, dass ich durchgehalten hatten, stillen ist dann ploetzlich so was schoenes (konnte ich mir die ersten 4-6 Wochen stillen nicht vorstellen, dass das schoen sein soll, weil es so schwierig schien). Ich wuensch dir viel Glueck, und falls du es doch noch mal probieren willst: bei mir hat doppelseitig gleichzeitig pumpen mit Krankenhauspumpe Wunder gewirkt! Viele liebe Gruesse, Birgit
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