Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, Du hast mir schon viel mit Deinen Antworten weitergeholfen: ersteinmal vielen Dank dafür!!! Es geht heute um folgendes: Meine Tochter wird nun 10 Monate alt und wird noch relativ oft gestillt (mindestens morgens, abends, nachts). Dazu isst sie inzwischen mittags von uns mit (wenn auch seeehr wenig), bekommt nachmittags ein Obst-Gläschen und abends einen Haferflockenbrei mit Obst. Dazwischen auch schon mal eine Banane, einen Keks, Salzstangen oder ähnliches. Sie wiegt gute 9kg und ist auch gut "beieinander". In absehbarer Zeit möchte ich sie abstillen (ganz in Ruhe), da ich wieder arbeiten gehen will und dann zu unterschiedlichen Zeiten zuhause bin (mal den Tag über, mal nachts). Nun ist es aber so, dass sie bisher erst ca. 2-3 Mal durchgeschlafen hat und sich nachts wenn sie wach wird NUR durchs Anlegen zum Weiterschlafen bewegen lässt. Wie kann ich das ändern und denkst Du, dass ihr bisheriger Speiseplan o.k. ist? Vielen Dank für Deine Mühe und liebe Grüße, Annie!
? Liebe Annie, auch unregelmäßige Arbeitszeiten lassen sich mit dem Stillen vereinbaren, wenn frau dies will. Eine Arbeit im Schichtdienst ist daher nicht zwingend ein Abstillgrund. Dein Baby ist ja nicht dumm. Es weiß ganz genau, ob Du da bist und dich um es kümmerst oder jemand anders. Und dass es nur von dir gestillt werden kann, das weiß dein Kind auch. Ihr könnt auch weiterhin nach Bedarf stillen, wenn ihr zusammen seid und während der Zeit bei der Tagesmutter oder wer auch immer sich um das Kind kümmern wird, wird dein Kind eben auf die Brust verzichten müssen. Viele berufstätige oder schulpflichtige Mütter praktizieren das Stillen nach Bedarf, wann immer sie mit ihrem Kind zusammen sein können und Mütter und Kinder kommen damit gut zurecht. Du solltest nur immer ein wenig auf deine Brust achten und sie bei Bedarf während deiner Abwesenheit vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, um zu vermeiden, dass es zu Stauungen kommt. Doch auch deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass Du zu bestimmten Zeiten nicht mit deinem Kind zusammen bist. Wenn Du dir in deiner Entscheidung zum endgültigen Abstillen restlos sicher bist, dann kannst Du deine Tochter allmählich und mit viel Liebe abstillen. Vielleicht versuchst Du es damit, die Stillzeiten immer weiter zu verkürzen. Damit meine ich, Du stillst dein Kind eine bestimmte Zeit und dann nimmst Du es sanft von der Brust und streichelst es, kuschelst mit ihm, bietest ihm zusätzlich ein Kuscheltier oder eine Schmusedecke an usw. Im Laufe der Zeit verkürzt Du die Zeit an der Brust immer mehr. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. In diesen Gesprächen kannst Du deine Tochter immer wieder darauf hinweisen, dass Du der Meinung bist, dass sich eure gemeinsame Stillzeit nun dem Ende zuneigt, dass Du sie aber weiterhin genau so sehr lieb hast, wie schon immer. LLLiebe Grüße Biggi
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