Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

Mitglied inaktiv

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Liebe Biggi, unser Sohn ist nun 12 Monate alt und wurde 6 Monate voll gestillt bis jetzt noch NAchts und nach Bedarf. Nun ist es so, dass ich leider mittlerweile alle 14 Tage mit Brustentzündung oder Fieber im Bett liege, da mein Körper langsam nicht mehr kann. Unser Sohn hat noch keine einzige Nacht durchgeschlafen und Mami ist Schnullerersatz. Da wir noch eine 3 jährige Tochter haben, (die 6 Monate lang ein Ekzem hatte, dies ist aber nun endlich vorbei) ist es manchmal ganz schön anstrengend. Nun habe ich keine Idee wie ich unseren Sohn abstillen kann, er macht keine Anstalten dazu. Flasche haben beide Kinder nie genommen. Soll ich ihm Nachts nur mehr die Trinklerntasse geben, oder soll ich noch einige Zeit stillen? Vielen Dank für Tipps und LG Grüsse Eva


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Eva, die Frage, ob Du nun abstillst oder nicht, kannst nur Du selbst dir beantworten. Um eine Entscheidungshilfe zu finden, kannst Du ja einmal eine Liste machen, in der Du alles aufschreibst, was deiner Meinung nach für das Abstillen spricht und was dagegen. Dann schreibst Du dir auch noch auf, was Du dir vom Abstillen erhoffst. Lass deine Liste einen Tag oder zwei liegen und schau sie dir dann nochmals an und überlege, was von den dort aufgeschriebenen Vorstellungen wirklich realistisch ist und was nicht. Danach kannst Du dann abwägen und deine Entscheidung treffen. Wiederkehrende Brustentzündungen können eine Art Hilfeschrei sein. Ich brauche mehr Ruhe und Entlastung! Überlege dir jedoch, ob das Abstillen wirklich eine Entlastung für dich sein wird oder doch noch mehr Stress für dich bedeuten wird. Wenn Du zu dem Schluss kommst, dass Du die Stillzeit beenden willst, dann ist es als erstes ganz wichtig, dass Du dir100prozentig sicher bist. Jeden Zweifel spürt das Kind sofort. Ein radikaler Brustentzug wird für dein Kind und deine Brust sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du, statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine Möglichkeit nachts das Stillen einzuschränken ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Das kann auf verschiedene Art und Weise möglich sein. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen (ja auch bei einem kleinen Baby)einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Hallo, ich hatte bis vor kurzem genau das gleiche Problem wie Du. Mein Sohn wird in zwei Tagen ein Jahr und nuckelte noch sehr oft an der Brust. Ich wollte abstillen, da ich auch in letzter Zeit Brustentzündungen hatte. So hart es klingt aber ich habe ihn von heute auf morgen abgestillt, da er sich nie von selbst entwöhnt hätte und ich ihn nicht bis zum Kindergartenalter stillen wollte. Ich habe gedacht die Welt würde unter gehen aber es war erträglich. Die ersten zwei Nächte war es schlimm für ihn und jetzt nach vier Tagen hat er es akzeptiert. Und ist genauso fröhlich wie immer. Erschläft nachts sogar besser. Wichtig ist das du es wirklich willst dann schaffst Du es auch. Ramona


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