Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, Meine Tochter ist nun 17 Wochen alt,und seit 10Tagen kommt sie ab 17hr alle halbe Stunde oder stündlich und will an die Brust.Auch Nachts kommt sie 3-4mal.Ich merke das meine Milch abends ihr nicht mehr reicht das sie nicht mehr satt wird.Ich hab meine Maus immer nach bedarf angelegt nie nach Uhr!Doch nach 10 Tagen müßte doch nun genügend Milch da sein.oder? Und dazu kommt das ich teilweise total gefrustet bin weil ich essen kann was ich will sie leidet immer noch an diesser Pupserei.Zwar nicht so schlimm als sie die 3Monatskolik hatte. Aber es zerrt an meine Nerven wenn sie so leidet und ich trau mich ja kaum noch was zu essen.Nun will ich so langsam abstillen, habe ihr heute Mittag 2Löffelchen Karottenbrei gegebn den sie auch gegessen hat. Ich möchte doch auchmal Abends was mit ihr unternehmen und nicht ab 17 Uhr die Haustür zumachen und nur am Stillen sein.Mag sein das das nun egoistisch klingt,aber wer diese Probleme hat der kann mich bestimmt verstehen. Nun meine Frage wenn sie den Karottenbrei Mittags zu sich nimmt,wielange soll muß ich warten bis ich ihr Abends Beikost geben kann? Und muß ich was nehmen um abzustillen oder reguliert sich das selber? Angebot und Nachfrage?! Danke für deine Antwort lg.Manuela
? Liebe Manuela, gehäuftes Stillverlangen kann ein Anzeichen für zu wenig Milch sein, muss es aber nicht und eine vermehrte Unruhe und (wieder) vermehrtes nächtliches Aufwachen ist in diesem Alter nicht ungewöhnlich. Deshalb ist der erste Schritt festzustellen, ob das Kind wirklich zu wenig Milch an der Brust trinkt oder ob es andere Gründe für die Unruhe gibt, denn Abstillen ist nicht zwingend die Garantie für ruhigere Tage und Nächte. Auch sollte das Kind unbedingt zunächst auf seine Bereitschaft für feste Nahrung hin angeschaut werden, ehe es Beikost bekommt. Alleine die Altersangabe sagt da nämlich wenig aus. Ein Baby sollte erst dann feste Kost bekommen, wenn es seine Bereitschaft dafür zu erkennen gibt, was sich bei gesunden, voll ausgetragen Kindern an den folgenden Anzeichen erkennen lässt: • es ist in der Lage aufrecht zu sitzen, • der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken und interessiert sich dafür, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt. Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko. Abstillen ist ein natürlicher Prozess und braucht keine Medikamente. Ohnehin sind Abstillmedikamente wegen der möglichen (gravierenden) Nebenwirkungen umstritten und ihre Wirksamkeit nach der unmittelbaren Neugeborenenperiode ist nicht belegt. Beim Abstillen gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche bzw. Beikost anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Beikost oder Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Beikost bzw. Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung oder Beikost beginnen, empfehlenswert ist allerdings ein längerer Abstand von etwa vier Wochen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Wenn Du langsam genug vorgehst, muss es nicht zu Stauungen kommen und es ist auch keine Milchpumpe notwendig, um abzustillen. Abstillen ist ein natürlicher Prozess und braucht im Normalfall weder mechanische noch medikamentöse Unterstützung. Stauungen sind ein Anzeichen dafür, dass zu schnell abgestillt wird. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
muß mich berichtigen meine Maus ist 18Wochen alt.
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