Mitglied inaktiv
Meine Tochter ist 10 1/2 Wochen alt und bekommt seit der 6.Woche abends nach dem Stillen (20min) eine Flasche PreAptamil(sie trinkt dann noch 130 ml). Blähungen und Bauchweh treten häufig auf, auffallend ist jedoch,daß Sie seit kurzem sofort nach dem Anlegen schreit und die Beine anzieht,es rumort dann deutlich hörbar in Ihrem Bauch. Einige Zeit geht das trinken dann wieder besser, aber es ist eher ein Kampf mit dem Stillen.Medizinisch ist Sie gesund.Ich habe schon an eine Milchunverträglichkeit gedacht, aber Sie hat keinen Durchfall,im Gegenteil ist verstopft und an der Flasche trinkt Sie ohne Beschwerden. Seit 2 Tagen bekommt die Kleine nun 2xtgl.nach dem Stillen die Flasche (ich merke, daß ich ab nachmittegs weniger Milch habe.Ich denke nun ans abstillen, wie gehe ich am Besten vor? Eine Brustmahlzeit mit einer Flaschenmahlzeit ersetzen? oder kurz stillen und danach die Flassche und dieses Schema immer weiter steigern bis zur alleinigen Flaschenmahlzeit? Danke für die Antwort im voraus Gabriela
? Liebe Gabriela, Es wird immer wieder behauptet, dass es Babys gäbe, die die Muttermilch nicht vertragen, doch das stimmt nicht. Es gibt nur eine wirkliche Situation, in der ein Baby keine Muttermilch bekommen und dies ist eine seltene Stoffwechselerkrankung, die Galaktosämie. Bei einer weiteren Stoffwechselerkrankung der Phenylketonurie darf nur teilgestillt werden, doch beide Erkrankungen sind selten und die betroffenen Kinder sind wirklich krank und können auch nicht mit handelsüblicher künstlicher Säuglingsnahrung ernährt werden, sondern brauchen Spezialnahrungen. Eine echte Muttermilchunverträglichkeit gibt es nicht. Es kann vorkommen, dass ein Baby auf manche Bestandteile aus Nahrungsmitteln, die die Mutter zu sich nimmt reagiert, doch auch dies ist deutlich seltener als immer wieder angenommen wird. Ganz oben auf der Hitliste der Nahrungsmittel, die solche Probleme verursachen können, stehen Kuhmilch und Kuhmilchprodukte. Doch ehe Sie jetzt mit einer Eliminationsdiät beginnen, sollten andere Faktoren überprüft werden. Wenn Ihr Entschluss abzustillen also noch nicht 100prozentig ist, ist es sinnvoll, dass Sie sich an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe wenden, die mit Ihnen gemeinsam schaut, ob Ihr Kind korrekt angelegt ist und richtig saugt. Bauchprobleme liegen nämlich sehr oft an nicht korrektem Anlegen und/oder einem Saugproblem. Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche bzw. Beikost anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Im Abstand von etwa einer Woche (oder länger) können Sie dann die nächste Mahlzeit angehen. Falls die Brust zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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