Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

abstillen

Frage: abstillen

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Hallo, ich habe mal wieder eine Frage zum Abstillen.Meine Tochter ist nun fast 9 Monate alt.Da ich nicht jahrelang stillen moechte und ich gehoert habe,dass es dann am ehesten geht,wenn man langsam zwischen dem 7. und 10. Monat abstillt,wird es nun ja mal langsam Zeit,dass ich damit anfange.Sie kann leider nur mit Brust einschlafen,so dass sie noch 2 mal am Tag (sie macht noch 2 Mittagsschlaefchen),abends und nachts gestillt wird,ansonsten bekommt sie 2 mal am Tag Beikost.Ich habe es schon nach der Methode "biete nicht an,lehne nicht ab"versucht,aber da sie ja eigentlich nur zum Schlafen gestillt wird und es ohne Brust nicht geht,reduzieren sich die Stillmahlzeiten nicht.Wie kann ich es denn am leichtesten fuer sie einfuehren auch ohne Brust einzuschlafen,denn bis jetzt gabs ohne Brust nur Geschrei, auch wenn ihr Vater sie zum Schlafen bekommen will,geht es nicht. Vielen Dank Nadine


Biggi Welter

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? Liebe Nadine, es stimmt, dass Babys oftmals um etwas zehn Monate herum eine Phase haben, in der das Abstillen relativ leichter von Statten gehen kann, doch das lässt sich nicht als allgemeingültige Regel hinstellen. Wenn Sie nun jedoch für sich entschieden haben, dass Sie Ihr Kind abstillen wollen, dann geht es in erster Linie darum, dass Sie sich Ihrer Entscheidung ganz sicher sind. Jeden Zweifel spürt das Kind sofort. Ein radikaler Brustentzug wird für Ihr Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht können Sie, statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine Möglichkeit für die Nacht ist es, dass statt Ihnen Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Sie können Ihre Tochter ja zunächst stillen und dann dem Papa übergeben. Danach wenden nicht Sie sich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch darüber, dass Sie nicht mehr gewillt sind (in der Nacht) zu stillen. Ihr Kind versteht viel mehr als viele Menschen denken. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sieallmählich und mit viel Liebe vorgehen und nicht zu schnell die Geduld verlieren. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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