Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, nachdem du mir schon einmal sehr geholfen hast, wende ich mich nochmals mit einem Problem an dich. Mein Lukas ist jetzt knapp 7 Monate alt und inzwischen bekommt er drei Breimahlzeiten täglich (mittags, nachmittags und abends). Ansonsten stille ich ihn noch. Und das ist das Problem. Da er nach wie vor nachts 2-3 mal aufwacht und trinken will, ist der Stillrhythmus so: zwischen 20 Uhr und 9 Uhr stille ich im Schnitt 5 mal und Lukas trinkt auch immer relativ große Mengen. Den Tag über ist aber gar keine Stillmahlzeit mehr. Das verkraftet meine Brust nicht. Ich habe mehr Milch denn je und die Brust wird über den Tag total hart und schwer. Ausstreichen funktioniert bei mir nicht sehr gut und durch Abpumpen rege ich die Produktion ja noch mehr an. Wäre es das Beste abzustillen? Aber es ist halt so praktisch, solange Lukas noch nachts trinken will. Emotional könnte ich mir das Abstillen allmählich vorstellen. Ich wäre für Hilfe sehr dankbar. Liebe Grüße, Carola
? Liebe Carola, Du schreibst, dass Lukas bereits drei Beikostmahlzeiten bekommt. Das ist für ein Kind in seinem Alter recht viel und so könnte es sein, dass dein Kind nachts deshalb nachholt und viel und häufig trinkt, weil er am Tag üb er nicht mehr an der Brust trinkt. Statt abstillen könnte daher eine Möglichkeit das (wieder) vermehrte Stillen am Tag sein. Wenn Du am Tag aber absolut nicht mehr stillen magst, dann braucht deine Brust etwas Zeit und Unterstützung, damit sie sich daran gewöhnt, wann wieviel Milch gebraucht wird. Dazu kannst Du immer dann, wenn deine Brust unangenehm spannt, vorsichtig gerade so viel Milch entleeren, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Das geht auch mit der Pumpe. Nicht mehr abpumpen als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Wenn Du vollständig abstillen magst, gehst Du so vor, dass Du eine Stillzeit nach der anderen langsam ausklingen lässt und ebenfalls bei Bedarf die Brust zusätzlich durch Handausstreichen oder Abpumpen so weit entleeren, dass eventuell auftretende Spannungen nachlassen. Du brauchst deine Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern kannst und sollst weiterhin entsprechend deinem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
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