Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

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Mein Sohn hat sich am Samstag abgestillt. Er ist 10 Monate alt. Leider will er keine Milch zu sich nehmen. Er trinkt keine Flasche, er ißt keinen Milchbrei. Braucht er mit 10 Monaten noch Milch? Falls ja, wie kann ich ihm diese schmackhaft machen? Wie ist das bei mir? Ich hatte am Wochenende heftige Schmerzen in der Brust, weil alles gedrückt und gespannt hat. Von einer Freundin bekam ich eine Milchpumpe und habe dann am Samstag und Sonntag abgepumpt. Mittlerweile ist der Druck nicht mehr so stark, aber ich merke, daß noch Milch vorhanden ist. Muß ich irgendetwas unternehmen, damit die Milch verschwindet oder geht das von alleine? Vielen Dank im voraus für die Antwort.


Biggi Welter

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? Liebe Margit, mit zehn Monaten braucht ein Kind normalerweise noch mindestens zwei Milchmahlzeiten pro Tag. Wenn das Kind nicht mehr gestillt wird und andere Milchnahrung vehement verweigert, dann ist es sinnvoll, sich mit einer Ernährungsberaterin in Verbindung zu setzen und zu besprechen, wie das Kind milchfrei und gleichzeitig ausgewogen ernährt werden kann. Wenn Sie keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. mehr haben, besteht jetzt überhaupt kein Handlungsbedarf. Ihre Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Sobald Sie jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommen sollten, können Sie gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Sie brauchen Ihre Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern können und sollen weiterhin entsprechend Ihrem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Widerstehen Sie der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Sobald nicht mehr an der Brust manipuliert wird, hört dann auch die Milchbildung nach einer Weile endgültig auf. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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