Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

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Hallo Frau Welter, Mein Sohn ist 10,5 Monate alt ungefährt ab 12 Monaten möchte ich anfangen abzustillen. Wie kann ich das machen? Ich Arbeite deswegen stille ich Ihn nur abends wenn ich nach Hause komme. Er macht sogar selbst mein Hemd auf und zeigt das er an die Brust möchte. Und nachts wenn er aufwacht möchte er an die Brust wieder aber nur für 5-10 Minuten. Dann schläft er wieder ein. Noch eine Frage : Wenn ich jezt nicht hinbekomme mit dem abstillen darf ich dann die Verspätungs pille benutzen für meine Regel weil ich anfang Juni in die Ferien möchte ? Weil sie ungefähr 8-9 Tage dauert wegen dem Spirale. Und es kann sein dass ich meine Regel an dem Tage habe. Danke für Ihre Antwort. MfG Özlem


Biggi Welter

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? Liebe Özlem, allmählich und mit viel Liebe lautet die Antwort auf Ihre erste Frage. Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt „biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass Sie dem Kind die Brust nicht von sich aus anbieten, aber auch nicht ablehnen, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, Ihre Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Sie müssen die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass Ihr viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmt, die dem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn sie ihr übliches Verhalten in bestimmten Situationen verändern. Wenn Sie zum Beispiel sitzen bleiben anstatt sich hinzulegen, wenn Sie ihr Kind zum einschlafen bringen. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal bringt es Sie auch weiter, wenn Sie das Stillen immer dann, wenn Ihr Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschieben. Das kannst flexibler gehandhabt werden als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Sie können auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Eine Möglichkeit für die Nacht ist es, dass statt Ihnen Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sieallmählich und mit viel Liebe vorgehen und nicht zu schnell die Geduld verlieren. Mit Ihrer zweiten Frage kann ich allerdings nicht viel anfangen. Was meinen Sie mit „Verspätungspille"? Wollen Sie zusätzlich zur Spirale eine Antibabypille nehmen und durch diese Einnahme erreichen, dass dadurch die Periode verschoben wird? Vielleicht erklären Sie mir genauer, was Sie damit meinen. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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