Mitglied inaktiv
Hallooo,mein Sohn ist 7 Mon. alt und hat keine Lust mehr auf meine Brust. Dazu muss ich sagen dass wir sowieso nur noch morgens gestillt haben jede Seite so ca 5 Minuten. In miner Stillzeit hatte ich ca. 3 Brustentzündungen und einige Milchstaus. Ich habe nun versucht mit Salbeitee ,Phytolacca und ausstreichen wenn es spannt, ganz abzustillen. Hat nicht funktioniert: Milchstau! Hebi kam zum schmerzhaften ausstreichen. Letzte Möglichkeit: Medikament. Habe von FA Kirim Gyn bekommen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Medikament! Ich trau mich nicht so recht wegen der NW. Wie lange Dauert das dann? LG Smartsam:)
? Liebe Smartsam, wenn das Ausstreichen der Brust korrekt durchgeführt wird, dann darf es nicht schmerzhaft sein! Ihre Bedenken wegen des Abstillmedikamentes sind sehr gerechtfertigt. Bromocriptin, der Inhaltsstoff dieses Präparates, ist wirklich absoluten Ausnahmesituationen vorbehalten und sollte auch dann nur angewandt werden, wenn andere Vorgehensweisen nicht funktionieren. Keinesfalls sollte die Frau dann auch alleine sein, da es zu starken Kreislaufproblemen kommen kann. Zudem ist die Wirkung dieser Präparate nach der unmittelbaren Neugeborenenperiode nicht erwiesen (wohl aber die Nebenwirkungen). Zitat aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 6. Auflage: „Zum Abstillen ist vor allem Bromocriptin eingesetzt worden. Angesichts möglicher Risiken für die Mutter soll es nicht mehr routinemäßig zu diesem Zweck genommen werden (Arzneimittelkommission 1989). die amerikanische Food und Drug Administration (FDA) hat aufgrund der mütterlichen Risiken die Zulassung für Bromocriptin zum Abstillen zurückgezogen (Herings 1995). Statt dessen sollen physikalische Maßnahmen wie gut sitzende unterstützende Bekleidung sowie Kühlung und Entleerung bis zur Erleichterung den Vorzug gegenüber Ergotaminderivaten erhalten. Bei Mastitis ist Bettruhe, häufiges Enleeren mit Wärmeanwendung vorher und Kälte nachher sowie ggf. antibiotische Therapie zu empfehlen. Hochbinden der Brust wird wegen der Gefahr eines Milchstaus nicht mehr empfohlen." Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche oder Beikost anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Wenn Sie nicht mehr anlegen wollen, sollte die Milch abgepumpt bzw. von Hand ausgestrichen werden. Das korrekte Vorgehen beim Ausstreichen sollten Sie sich von einer Stillberaterin in Ihrer Nähe zeigen lassen. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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