Mitglied inaktiv
Mein Baby ist jetz 7 Monate alt und ich möchte abstillen. Wie funktioniert das? Gibt es Tabletten? Ich stille zwar nur mehr in der Früh und am Abend, habe gestern probiert am Abend den Baby Brei zu geben und nicht zu stillen, aber die Brust wurde sehr hart, also probierte ich es schließlich mit abpumpen aber es kam nicht sehr viel raus - mußte dann doch stillen was sehr schmerzhaft war. Stimmt das Zitrone hilft. Besten Dank im voraus
? Liebe Karin, beim Abstillen wird langsam das Stillen durch andere Nahrung ersetzt. Dabei liegt die Betonung auf „langsam und allmählich". Plötzliche Veränderungen mag die Brust nicht, denn sie braucht etwas Zeit, um sich auf den verringerten Bedarf einzustellen. Wird die Brust beim Abstillen hart und prall, so ist dies ein Zeichen dafür, dass zu schnell vorgegangen wird. Also: nicht gleich eine komplette Stillzeit ausfallen lassen, sondern schrittweise immer weniger stille. Auf diese Weise haben sowohl das Kind als auch die Brust Zeit, sich auf die Veränderung einzustellen. Falls die Brust zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Abstillmedikamente sollten aufgrund der Nebenwirkungen wirklich nur besonderen Situationen vorbehalten bleiben. Zudem ist Ihre Wirkung nach der unmittelbaren Neugeborenenperiode nicht erwiesen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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