Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, da ich schon bei meinem 1. Kind sehr viel Wert auf Deinen Rat gelegt habe, wende ich mich heute bezüglich meines 2. Kindes auch wieder an Dich mit der Bitte um Rat. Mein Baby ist jetzt 9 1/2 Monate alt und ich habe vor einer Woche abgestillt. Zuletzt wurde sie nur noch morgens gestillt und ich hatte das Gefühl, daß sie davon auch nicht mehr großartig satt wurde. Abstillen wollte ich aber sowieso, da ich nach so langer Zeit (meine beiden Kinder sind sehr schnell hintereinander geboren und ich habe auch das 1. Kind recht lange gestillt) meinen Körper einfach auch mal wieder ganz für mich haben möchte und 9 Monate ist schon eine recht gute Zeit, denke ich. Nun habe ich nach einer Woche nicht mehr Stillen harte Stellen in der Brust und ganz leichter Schmerz bzw. eher ein Druckgefühl. Es fühlt sich so an, als hätte sich dort noch Milch gestaut. Kann das denn sein? Obwohl doch zuletzt kaum noch Milch produziert wurde und ich habe doch auch sanft abgestillt. Was kann ich da jetzt machen? Ich habe schon etwas Milch ausgestrichen, aber es hat nicht viel geholfen. Hoffentlich entzündet sich da nichts. Dann noch eine 2. Frage: Mein Baby bekommt nun morgens eine Flasche mit 2er Folgemilch (230 ml). Mittags Gemüsebrei, nachmittags Hirsebrei mit Obst und abends einen Milchbrei (Gries). Ist das so ok und reicht die Milchmenge oder müßte sie nochmehr Milch trinken? Zwischendurch biete ich ihr Wasser im Trinkbecher an. Sorry, das es nun doch so lang geworden ist. Aber hier bei Dir ist wirklich die kompetenteste Stelle für Stillfragen, die ich kenne. Du machst das wirklich sehr gut. Vielen Dank im voraus und liebe Grüße Sunny
? Liebe Sunny, vielen Dank für deine lobenden Worte. es ist normal, dass die Brust auch nach dem Abstillen noch „arbeitet". Es dauert einige Zeit, bis keinerlei Milch mehr gebildet wird (Wochen bis Monate) und die Brust sozusagen wieder „inaktiv" wird. Die meisten Frauen sind auch sehr erstaunt, wieviel Milch noch gebildet wird. Solange Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. hast, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Sobald Du jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommst - wie es jetzt der Fall ist -, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Du brauchst deine Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern kannst und sollst weiterhin entsprechend deinem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Wenn deine Brust dann nicht mehr zu spannen beginnt, widersteh der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Deine Tochter kommt also mit zwei Milchmahlzeiten in etwa hin. LLLiebe Grüße Biggi
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