Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

abstillen

Frage: abstillen

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Hallo! Meine Kleine ist 17 Wo alt und ich möchte nun abstillen. Mein Problem ist, daß ich nicht weiß wie, denn ich pumpe die Milch ab.Wenn ich die Abstände verlänger, bzw. die Brust nicht komplett entleere, bekomme ich sofort schmerzhafte Verhärtungen. Von meinem FA habe ich vor ein paar Wo wg. einer Brustentzündung "Bromocriptin"-Tabletten bekommen, um den Milchfluß zu reduzieren. Nachdem ich eine halbe Tablette genommen hatte, war mir bis zum Mittag des nächsten Tages übel und schwindlig. Was soll ich nun tun? Der Kinderarzt meinte, ich soll erstmal nur die letzte Tagesmahlzeit meiner Tochter durch Aptamil ersetzen und wenn das klappt, nach 1 Wo die erste Mahlzeit dazunehmen, usw. Soll ich nun bis zur kompletten Nahrungsumstellung abpumpen und dann abstillen? Wenn ja: gibt es Alternativen zu den Tabletten? Oder kann ich den Milchfluß auf andere Art und Weise langsam reduzieren? Tut mir leid, daß das mail so lang geworden ist... Vielen Dank schon mal für die Antwort... Liebe Grüße Caro


Biggi Welter

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? Liebe Caro, ja, es gibt Alternativen zum medikamentösen Abstillen (das ohnehin wegen der Nebenwirkungen mehr als umstritten ist. Es kommt jetzt darauf an, wie lange Sie noch pumpen mögen. Um ohne Probleme vollständig abzustillen dürften etwa vier bis sechs Wochen genügen. Sie pumpen dann einfach bei jeder Pumpsitzung etwa weniger ab und signalisieren so der Brust, dass der Bedarf sinkt. Als nächsten Schritt lassen Sie eine Pumpzeit ausfallen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Auf diese Weise lassen Sie eine Pumpzeit nach der anderen ausfallen, bis Sie gar nicht mehr pumpen. Dabei ist ein Abstand von jeweils einer Woche zwischen zwei Pumpzeiten empfehlenswert. Es hat sich als sinnvoll erwiesen in der Abstillphase den Kochsalzkonsum zu reduzieren. Keinesfalls verringern sollten Sie jedoch Ihre Trinkmenge. Sie können und sollen weiterhin nach Ihrem Durstgefühl trinken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Auf keinen Fall sollte die Brust hochgebunden werden. Es gibt auch homöopathische und naturheilkundliche Mittel, die den Abstillprozess unterstützen. Wenn Sie sich dafür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/ Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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