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Liebe Bigi! Charlotte (7 Monate) bekommt inzwischen Mittagessen und Getreide-Obst-Brei. Da ich so langsam ganz abstillen möchte, versuche ich vormittags ein Milchfläschchen zu geben, statt Brust. Ich gebe ihr HA2, weil mein Mann und ich beide viele Allergien + Neurodermitis haben. Sie trinkt ca. 20-30 ml davon, setzt dabei mehrere Male ab und nimmt den Sauger wieder auf (daher glaube ich, daß es am Geschmack nicht liegt), doch dann fängt sie an zu weinen und will nicht mehr weitertrinken. Die Brust nimmt sie anschließend. Es ist fast immer die gleiche Trinkmenge, nach der das passiert. Hat sie ein unangenehmes Bauchgefühl? Oder was kann es sein und was kann ich machen? Wenn sie HA2 verträgt, müßte das doch bedeuten, daß sie keine Kuhmilcheiweißallergie hat, vielleicht sollte ich es mit verdünnter normaler Milch probieren? Vielen Dank im Voraus von Christine
? Liebe Christine, es kann durchaus am Geschmack der Milch liegen, dass Ihr Baby sich so verhält. Probieren Sie doch einmal aus, was sie macht, wenn Sie ihr abgepumpte Muttermilch mit der Flasche geben (lassen). Allerdings muss ein Stillkind in den meisten Fällen erst lernen, was es mit der Flasche machen muss. Die Techniken beim Trinken der Brust bzw. der Flasche unterscheiden sich völlig voneinander. Das Baby empfindet den Flaschensauger wahrscheinlich als etwas Befremdliches, dem es nichts abgewinnen kann. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt „Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Die Becherfütterung ist mit der richtigen Technik keineswegs aufwändiger als die Flaschenfütterung und deshalb durchaus eine Alternative zur Flasche mit der zudem das Risiko der Saugverwirrung umgangen werden kann. Am besten lassen Sie es sich einmal von einer Stillberaterin in Ihrer Nähe erklären und zeigen. Die Tatsache, dass Ihr Kind bisher keine unliebsamen Reaktionen auf die HA-Nahrung gezeigt hat, ist leider kein absoluter Beweis dafür, dass es Kuhmilcheiweiß so ohne Weiters verträgt und vor dem ersten Geburtstag sollten Sie auf normale Kuhmilch (auch verdünnt) verzichten und statt dessen künstliche Säuglingsnahrung geben. Ob HA oder nicht, sollten Sie mir Ihrer Kinderärztin/arzt besprechen. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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