Mitglied inaktiv
Meine Tochter ist 6Monate alt und bekommt seit einer Woche mittags Karrottenpürree und gestern haben wir abends das erste mal Brei gegeben. Meistens bekommt sie noch die Brust nach der Mittagsmahlzeit und sonst ja auch noch-muß ich zum abstillen(will das j nach und nach machen)Medikamente nehmen oder regelt sich das eigentlich von allein mit der Milchmenge(habe bisher keine Probleme gehabt betreffs Milchstau o.ä.) Reicht die Flüssigkeit noch aus oder soll ich ihr noch was zu trinken geben? Bisher hat sie alles außer MM verschmäht-müßte ioch dann mal ausprobieren!! Danke Andrea
? Liebe Andrea, Abstillen ist ein natürlicher Prozess zu dem keine Medikamente notwendig sind. Ohnehin ist der Einsatz von Abstillmedikamenten sehr strittig, da diese Präparate extreme Nebenwirkungen haben können und ihre Wirksamkeit nach der Neugeborenenperiode nicht mehr bewiesen ist. Beim Abstillen gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche (oder bei einem Baby ab etwa sechs Monaten Beikost) anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Beikost oder Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Beikost bzw. Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung oder Beikost beginnen, empfehlenswert ist allerdings ein längerer Abstand von etwa vier Wochen. Mit welcher Mahlzeit Du beginnst, bleibt dir überlassen. Nach Möglichkeit sollten nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzt werden. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Wenn Du langsam genug vorgehst, muss es nicht zu Stauungen kommen und es ist auch keine Milchpumpe notwendig, um abzustillen. Abstillen ist ein natürlicher Prozess und braucht im Normalfall weder mechanische noch medikamentöse Unterstützung. Stauungen sind ein Anzeichen dafür, dass zu schnell abgestillt wird. Sobald ein Baby zusätzlich zur Brust Beikost erhält und nicht mehr nach Bedarf gestillt wird, benötigt es zusätzliche Flüssigkeit. Ein weiterhin nach Bedarf gestilltes Baby, kann auch nach der Einführung der Beikost seinen Flüssigkeitsbedarf mit Muttermilch decken, aber dennoch ist es sinnvoll mit der Einführung der Beikost auch den Becher einzuführen. Das optimale Getränk ist dann Wasser. Die meisten Kinder (und auch Erwachsenen) trinken eindeutig zu wenig und auch Kindern, die künstliche Säuglingsnahrung erhalten und Beikost bekommen, sollte zusätzlich zur Beikost Wasser angeboten werden. LLLiebe Grüße Biggi
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