Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

abstillen

Frage: abstillen

Mitglied inaktiv

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Grüß Gott Biggi. Meine Tochter ist 14 Monate alt. In den letzten Monaten habe ich sie beim zu bett gehen noch einmal gestillt. Doch nun mag sie nicht mehr an der Brust trinken. in den letzten Tagen nuckelt sie nur noch zwei-drei Minuten und heute gar nicht mehr. Es ist wohl Zeit dem stillen ade zu sagen, ich muß sagen ich habe diese Zeit der trauten Zweisamkeit unendlich genossen ( und hätte sie jetzt auch noch einige Zeit gestillt - na ja.) Doch meine Frage: Muß ich in Bezug auf`s abstillen irgendetwas beachten? Oder versiegt der Milchfluß nun ganz von alleine? Außerdem bedanke ich mich bei dir ganz herzlich. Denn wenn du mir in der Anfangszeit nicht geholfen hättest und mich nicht an eine Stillberaterin weitervermittel hättes - hätte ich damals nach 9 Wochen leidvollem stillen aufgegeben. Danke für all deine Hilfe. Es war so eine wertvolle Zeit. Herzlichen Dank - Vergelt`s Gott ( wie wir in Bayern sagen). Grüße Gertrud


Biggi Welter

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? Liebe Gertrud, es freut mich sehr, dass ich ein wenig dazu beitragen konnte, dass ihr eine schöne Stillzeit erleben durftet und jetzt offensichtlich zu einem harmonischen Ende des Stillens findet. Abstillen ist wohl immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden, aber glaube mir, es wird jetzt zwar ein neuer Abschnitt beginnen, der aber keineswegs schlechter sein wird als das was zu Ende geht. Das komplette Abstillen dauert für die Brust, bis sie schließlich gar keine Milch mehr bildet, schon einige Zeit. Selbst Wochen oder gar Monate nach dem letzten Anlegen lässt sich fast immer noch etwas Milch ausstreichen. Solange Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. hast, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Sobald Du jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommst, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Du brauchst deine Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern kannst und sollst weiterhin entsprechend deinem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Widersteh der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Euch eine gute Zeit. LLLiebe Grüße Biggi


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