Mitglied inaktiv
Meine Kleine bekommt noch morgens und abends die Brust, sprich, die erste und die letzte Mahlzeit am Tag. Sie schläft nachts durch (schon seit der zweiten Woche) und ich will nun komplett abstillen. Die Flasche nimmt sie, allerdings brüllt sie immer, wenn die leer ist. Das macht sie auch nach Gläschen. Allerdings dauert das Brüllen nur bis zum Bäuerchen, dann ist die Welt in Ordnung und wir sind gut drauf! Wie kann ich jetzt komplett abstillen??? Sie bekommt immer nur eine Seite pro Mahlzeit, das macht sie auch satt, denn sie hört von alleine auf und ist gut gelaunt. Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das jetzt schnell und ohne Probleme hinkriege? Sollte ich ihr die letzte Mahlzeit (dann aus der Pulle) direkt im Bett geben, da sie sowieso dabei einschläft? Ich meine, ich lege sie ja auch nach der letzten Stillmahlzeit direkt ins Bett, ohne Bäuerchen. Sie schläft trotzdem meistens ein und durch. Danke für eure Hilfe, liebe Grüße, Peggy
? Liebe Peggy, Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche (oder auch deutlich länger) können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Die Unzufriedenheit nach der Beikost bzw. Flasche kann daher rühren, dass Ihr Kind sein Saugbedürfnis noch nicht gestillt hat. Eventuell braucht es einen Ersatz für die Brust, um sein Saugbedürfnis zu stillen. Wichtig ist auch, dass das Kind an der Flasche nicht soviel Luft schluckt. Achten Sie darauf, dass das Saugerloch nicht zu groß ist und dass das Kind nach dem Trinken aufstoßen kann. An der Flasche schlucken die meisten Kinder mehr Luft als an der Brust, so dass das Aufstoßen bei einem Flasche gefütterten Kind sehr viel wichtiger sein kann, als bei einem gestillten Kind. Von diesem Gesichtspunkt her stellt sich auch die Frage, ob das Kind nach der Flasche direkt ins Bett gelegt werden kann. Wenn es nicht zuviel Luft schluckt, ist das sicher möglich, anderenfalls sollte es doch noch aufstoßen, ehe es hingelegt wird. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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Liebe Biggi, danke für die Antwort, widerspricht teilweise der Meinung meiner Hebamme (die spricht nämlich von hochbinden), aber das werde ich ja sehen. Das mit Brust und Flasche habe ich noch nie gehört, klingt aber logisch und macht mir die Sache sicherlich leichter. Danke! Peggy
? Liebe Peggy, der Tipp, die Brust hochzubinden gehört schon lange endgültig in die Mottenkiste, da dadurch Stauungen und weitere Probleme verursacht werden können. Ebenso die Empfehlung, die Trinkmenge einzuschränken, was zuerst zu Kopfschmerzen und massiven Kreislaufproblemen führt, ehe es eine Verringerung der Milchmenge verursacht. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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