Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen - wie am besten?

Frage: Abstillen - wie am besten?

VerzweifelteMama

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Hallo, ich wende mich heute an Sie - vielleicht können Sie mir ja den einen oder anderen wertvollen Tipp geben. Mein Kind ist mittlerweile 25 Monate alt und wurde bis jetzt noch immer in der Früh gestillt. Jetzt habe ich jedoch folgende Situation: am Montag hat er das letzte mal nach der Brust verlangt, dann war für 3 Tage Ruhe - er machte keine Anstalten gestillt zu werden, wollte nur aufstehen und frühstücken gehen. So weit so gut dachte ich mir, jetzt ist es also so weit und er will nicht mehr. :-) Heute in der Früh ist er jedoch schon wieder zu mir gekommen, mit seiner Windel unter dem Arm und hat gemeint: "Mama Milch" hat sich zu mir gelegt und mich mit großen Augen erwartungsvoll angesehen. Wie hätte ich da Nein sagen können und habe ihn wieder gestillt. Ich will jetzt nicht egoistisch klingen - ich habe ihn wirklich gerne und auch lange gestillt - aber ich möchte auch gerne wieder einmal am Abend 1 Gläschen Wein trinken. Und ich denke schön langsam wäre der Zeitpunkt gekommen ihm klar zu machen, dass die "Milchbar" geschlossen ist. Ich dachte er wird sich irgendwann alleine abstillen - allerdings hält das bei ihm anscheinend nur ein paar Tage, bis er es sich doch wieder anders überlegt. ;-) Wenn ich ihm die Milch jedoch verweigere, wenn er trinken will - dann fängt er dermaßen zu weinen an, das mir das Herz weh tut. Und das will ich auch nicht. Daher habe ich keinen blassen Schimmer wie ich ihm das schonend "verklickern" kann - haben Sie vielleicht einen Tipp für mich? Oder was halten Sie von dieser Situation? Vielen herzlichen Dank!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe VerzweifelteMama, vielleicht kann Ihr Sohn einfach noch nicht ganz loslassen? Er fängt ja schon an, sich abzustillen und das ist oft ein schleichender Prozess. Ganz oft ist es so, dass ein Kind noch immer die Rückversicherung braucht, dass es ja darf, wenn es will ;-) und kann sich so immer weiter lösen. Sie können jetzt also entweder einfach abwarten (die Abstände werden mit der Zeit immer länger werden) oder aber Sie bleiben konsequent. Ihr Kind spürt jetzt Ihren Zwiespalt und da es sich nicht hinsetzen und sagen kann „Mama, ich spüre, dass Du dir nicht sicher bist, was jetzt das Richtige ist, deshalb werde ich dir jetzt bei deiner Entscheidungsfindung helfen" reagiert es auf Ihre Zweifel mit Unruhe, Weinen und Verunsicherung. Es hat keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten als Weinen und (vermehrte) Anhänglichkeit. Babys sind für „geordnete Verhältnisse", Unsicherheit und Zweifel bringen sie aus dem Gleichgewicht. Hören Sie in sich hinein, dann werden Sie spüren, welcher Weg für EUCH der richtige ist. LLLiebe Grüße, Biggi


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