Mitglied inaktiv
hallo liebe biggi, ich bin einigermaßen verzweifelt und brauche bitte einen guten rat: mein sohn ist jetzt vier monate, ich stille ihn voll, was aber seit ende des 2. monats immer wieder und zunehmend mit großen schwierigkeiten und bei mir mit immer deutlicherem frust einhergeht. er reagiert auf leichte erkältungen und auf fieber bei mir und auf meine menstruation immer schon tage im voraus (bevor ich davon auch nur was ahne) mit stillschwierigkeiten, trinkt dann kaum noch, weint viel an der brust und bringt mich jedesmal damit zur verzweiflung. inzwischen verweigert er auch ohne für mich erkennbare gründe immer mal die brust, trinkt einmal nachts, dann erst wieder nachmittags, manchmal nur 3 mal am tag etc. es gibt auch zeiten, da muss ich den milchspendereflex selbst auslösen, bevor ich ihn anlege, weil er ansonsten nach ein paar zügen streikt und schreit. ich mache mir sorgen um ihn und seine entwicklung, um die milchbildung, pumpe dann immer wie verrückt meine milch ab (die er aber auch aus der flasche dann nicht nimmt) und werde innerlich immer angespannter. nach 5-6 tagen wird es dann wieder besser und dann geht es wenige tage relativ gut, bevor dann die nächste schwierigkeit ins haus steht. ich schaffe es nicht, bei all dem ruhig und gelassen zu bleiben, so dass das stillen dann für uns beide immer unerfreulicher wird. bei jeder neuen verweigerung habe ich diese "nicht-schon-wieder-gefühle" und komme nicht dagegen an. eigentlich wollte ich 6 monate voll stillen, und darüber hinaus dann noch neben der beikost weiter. inzwischen glaube ich aber, es wäre für uns beide besser, wir würden das stillen beenden und auf die flasche wechseln. ist denn stillen auch dann vorzuziehen, wenn es so mit frust und enttäuschung und quälerei verbunden ist ? was soll ich machen ???
? Liebe Jannis, eine solche Situation ist sicher sehr vertrackt und vor allem fürchte ich, dass ihr in einem Teufelskreis seid, der sich nicht so leicht durchbrechen lässt. Aus der Ferne ist es jetzt aber sehr schwierig dir etwas zu sagen, denn es gibt so vieles, was nur zwischen den Zeilen lesbar scheint und da kann auch leicht etwas fehlinterpretiert werden. Ich denke, dass dir ein direktes Gespräch mit einer Stillberaterin sehr viel mehr weiter helfen wird. In einem oder mehreren solcher Gespräche kannst Du dann deine Gefühle sortieren und dir darüber klar werden, was für dich belastend ist, welche Lösungsmöglichkeiten es geben kann und danach deine Entscheidung für oder gegen das Weiterstillen treffen. Ruf doch einfach eine Kollegin an. Ein solcher Telefonanruf verpflichtet dich zu nichts, kann dir aber sicher helfen, mehr Klarheit zu bekommen, was Du für dich und dein Kind für das Beste hältst. Ich suche dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, dazu brauche ich nur deinen Wohnort mit Postleitzahl oder Du suchst dir unter www.lalecheliga.de selbst eine direkte Ansprechpartnerin heraus. LLLiebe Grüße Biggi
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