Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen wegen Medikamenten

Frage: Abstillen wegen Medikamenten

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Liebe Biggi, leider muß ich kurzfristig abstillen, da ich ein Medikament einnehmen muß, welches sich mit dem Stillen nicht verträgt. Wie bringe ich meinem Kind innerhalb kürzester Zeit (max. 2 Wochen) bei, aus der Flasche zu trinken. Habe es heute das erste Mal ohne Erfolg probiert. Vielen Dank und viele Grüße Lillimarleen


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Lillimarleen, Wollen Sie abstillen oder würden Sie lieber weiterstillen? Diese Frage sollte als allererstes geklärt werden, denn es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen Medikamente erforderlich werden, die sich nicht mit dem Stillen vereinbaren lassen. Leider raten Ärzte sehr häufig zum Abstillen obwohl es überhaupt nicht notwendig ist und bringen so Mutter und Kind in ungeheuren Stress. Es ist eine Tatsache, dass die Nebenwirkungen von Medikamenten in der Stillzeit vielfach absolut überbewertet, die Nebenwirkungen des Abstillens jedoch drastisch unterbewertet werden und manche Ärzte wollen sich einfach nicht die Mühe machen, sich über stillfreundliche Alternativen zu informieren. Dabei steht Ärzten in Deutschland eine kostenlose Möglichkeit sich genau und gezielt zu Medikamentenfragen zu informieren zur Verfügung. Die Beratungsstelle für Embryonaltoxikologie in Berlin bietet einen kostenlosen (es fallen nur die Telefongebühren oder Emailkosten an) Informationsdienst für Ärzte und Apotheker an. Die Techniken beim Trinken der Brust bzw. der Flasche unterscheiden sich völlig voneinander. Das Baby empfindet den Flaschensauger wahrscheinlich als etwas Befremdliches, dem es nichts abgewinnen kann. Manche Kinder nehmen die Flasche auch einige Zeit an und verweigern sie dann. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt `Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gestecktA. In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) LLLiebe Grüße Biggi Welter


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