Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen von 19 Monate altem Kind

Frage: Abstillen von 19 Monate altem Kind

Mitglied inaktiv

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Hallo Frau Welters, ich habe eine Frage zum Thema abstillen. Mein Sohn bekommt morgens, mittags, nachmittags und abends sein normales Essen. Allerdings braucht er zum Einschlafen noch die Brust. Mittlerweile ist er ja schon ziemlich groß und ich muß sagen, ich will auch nicht mehr. Ich werde nämlich immer gereizter wenn er so lange nuckelt. Hinzu kommt, dass er seit seiner Geburt keinen Schnuller nimmt, auch kennt er sehr wohl den Unterschied zwischen Flasche und Brust. Ich habe sogar schon Zitronensaft auf die Brust gemacht, das hat er zwar anfangs akzeptiert und wolllte nicht hat auch aufgehört, aber er hat immer wieder danach verlangt. Nach 2 Tagen hat ihm der Zitronensaft nichts mehr ausgemacht. Was kann ich tun, damit er auch ohne Nuckeln einschläft?


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Wonnie, ich habe kein Patentrezept dafür, wie Sie Ihr Kind von jetzt auf gleich abstillen können, denn das gibt es nicht und Methoden wie Zitronensaft, Senf oder Curry oder Ähnliches auf die Brust zu geben halte ich für sehr ungut. Die immer wieder vorgeschlagene „Curry-Methode" kann einen sehr gravierenden Vertrauensbruch bedeuten. Stellen Sie sich vor, Ihr Kind kommt vertrauensvoll zu Ihnen, um an der Brust zu trinken und muss dann erfahren, dass die Brust abscheulich schmeckt. Können Sie sich den Schreck und Schock vorstellen? Ich will nicht leugnen, dass Kinder auf diese Weise abgestillt werden, doch um welchen Preis? Wenn Sie zu dem Schluss gekommen sind, dass Sie die Stillzeit beenden wollen, dann ist es als erstes ganz wichtig, dass Sie sich 100prozentig sicher sind. Jeden Zweifel spürt das Kind sofort. Ein radikaler Brustentzug wird für Ihr Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht können Sie, statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine Möglichkeit für die Nacht ist es, dass statt Ihnen Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sieallmählich und mit viel Liebe vorgehen und nicht zu schnell die Geduld verlieren. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Hallo Wonnie, hoffentlich liest du noch mal dein e-mail, denn ich brauch deinen Rat! Als ich dein Brief gelesen habe, dachte ich, ich habe das geschrieben! Wir haben das gleiche Problem. Unsere Tochter ist 17 Monate und will absolut nicht auf die Brust verzichten. Das Saugen hat nichts mit Hunger oder Durst zu tun. Ich glaube sie möchte nur meine Nähe. Da nun seit deinem Brief 4 Wochen vergangen sind, würde es mich interessieren, ob du dein Kind "entwöhnen" konntest! Liebe Grüße Tine


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