Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen+vielen Dank

Frage: Abstillen+vielen Dank

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Hallo Biggi, ich möchte mich erst einmal für die tolle Unterstützung bedanken. Ich hatte ja eigendlich kein "Problemkind", aber man hat beim Stillen ja doch so mal ein paar Probleme und Fragen. Ich finde es einfach klasse, wie jemand mit sooooo einer Engelsgeduld und Einfühlungvermögen immer wieder (fast) die gleichen Fragen beantwortet. Was hätte ich nur ohne Deine Hilfe gemacht?!? Wahrscheinlich schon nach 5-6 Wochen mit dem Stillen aufgegeben. Ich kann nur tausend Mal DANKE sagen, mach weiter so!! Nun bin ich am Ende des Stillens angelangt. Meine Tochter, knapp acht Monate, verweigert die Brust. Ich find es zwar sehr traurig, aber irgendwann ist Schluß. Und wenn sie ihn macht, habe ich jedenfalls kein schlechtes Gewissen. Ich habe sie in den letzten zwei Wochen sowieso nur noch 2-3 Mal am Tag (inkl. Nacht) gestillt. Die Milchmenge war da aber auch schon nicht mehr berauschend. Seit zwei Tagen fängt meine Süße zu schreien an, wenn ich mit meiner Brust auch nur in die Nähe ihres Mundes komme, die Flasche trinkt sie aber ratzfatz leer - also hat sie Hunger. Nun meine Frage: Kann ich einfach so mit dem Stillen aufhören? Seit heute Morgen sind die Brüste ziemlich prall, aber absolut schmerzfrei. Ich kann nur nicht auf dem Bauch liegen, dann drücken sie enorm. Soll ich sie jetzt ein wenig ausdrücken (abpumpen konnte ich noch nie)? Oder geht die Milch irgendwie von alleine weg? Nochmals vielen, vielen Dank Maren mit Leoni


Biggi Welter

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? Liebe Maren, danke für deine lieben Worte. Es freut mich, dass ich ein wenig dazu beitragen konnte, dass Du eine schöne Stillzeit mit deiner Tochter erleben konntest. Es ist normal, dass die Brust auch nach dem Abstillen noch „arbeitet". Es dauert einige Zeit, bis keinerlei Milch mehr gebildet wird (Wochen bis Monate) und die Brust sozusagen wieder „inaktiv" wird. Solange Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. haben, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Sobald Du jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommst, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Du brauchst deine Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern kannst und sollst weiterhin entsprechend deinem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Widerstehe der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. LLLiebe Grüße Biggi


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