Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Abstillen und Umzug ins Kinderzimmer

Frage: Abstillen und Umzug ins Kinderzimmer

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Hallo, ich habe eine Frage zum nächtlichen Abstillen bzw. Umziehen ins Kinderzimmer: Meine Tochter ist jetzt gut 14 Monate alt. Sie ist von Anfang an sehr fixiert auf die Brust gewesen, und ich habe sie bis vor kurzem noch sehr viel gestillt. Da wir noch ein zweites Kind haben möchten, ich aber schon 38 bin und wegen des Stillens bisher noch nicht meine Periode bekommen habe, haben wir nun mit dem Abstillen begonnen, das heißt vor ca. 2 Monaten erst vormittags nicht mehr, danach dann auch nachmittags nicht, und nun ist die Nacht dran (übrig sind also noch der Morgen, abends vorm Schlafen und mittags nach dem Schlafen). Die Nacht ist dabei das größte Problem, da ich die Kleine nachts mit in mein Bett genommen hatte, wenn sie wach wurde und sie dort mehr oder weniger wie sie wollte an die Brust gekrabbelt ist, so dass sie sich nun erstmal daran gewöhnen muss, überhaupt zur Ruhe zu kommen, ohne das Beruhigungsnuckeln. Seit 5 Tagen schlafe ich im Wohnzimmer und der Papa übernimmt die Nachtschicht, und eigentlich klappt es auch überraschend gut: Sie wird zwar häufiger wach und schläft auch nicht immer so leicht wieder ein, aber eine Nacht hat sie schon bis 4 Uhr morgens durchgeschlafen und ist dann auch recht schnell wieder zur Ruhe gekommen (die danach war dann allerdings wieder sehr viel unruhiger). Bisher lief es mit dem Schlafort noch unterschiedlich: Mal konnte mein Mann die Kleine wieder in ihr eigenes Bett (welches auch bei uns im Schlafzimmer steht) zurück legen zum Schlafen, mal ist er selbst mit ihr im Ehebett eingeschlafen, so dass sie dort geblieben ist. Hauptsächlich bin ich aber darüber erleichtert, dass es vorwiegend schlechtes Schlafen ist, was nun das Problem ist. Sie weint zwar ab und zu auch (und dann auch recht bitterlich, wie ich das aus dem Nebenraum höre), aber insgesamt doch sehr viel weniger als ich das befürchtet hatte. Nun meine Frage: Mein Mann möchte nun sofort das Kinderbett ins Kinderzimmer bringen und unsere Tochter dort schlafen lassen, damit ich wieder ins Elternschlafzimmer zurück kann und damit unsere Tochter lernt, richtig eigenständig zu schlafen. Ich selbst bin eigentlich dagegen, weil ich finde, wir müssen das ruhig angehen lassen. Meiner Meinung nach soll unsere Tochter sich erst einmal an das nächtliche Abstillen bzw. Nicht-gestillt-Werden gewöhnen, was ihr ja schon schwer fällt. Nun auch noch sofort das Bett woanders hinzustellen, finde ich zu viel auf einmal, damit sollten wir - finde ich - noch mindestens 2-3 Wochen warten. Mein Mann meint, das spiele doch kaum eine Rolle, wo ihr Bett steht, schließlich sei es immer noch ihr Bett. Ich dagegen meine, dass jedes Zimmer ja eine ganz eigene Atmosphäre (unterschiedliche Lichtverhältnisse etc., ich erinnere mich, dass ich selbst als Kind die Schatten im Dunkeln genau kannte, weil ich dort überall etwas anderes "gesehen" habe) hat und es sehr wohl von großer Bedeutung ist, wo das Bett steht - zumal das Kinderzimmer auch nicht gleich nebenan vom Schlafzimmer, sondern einmal quer durch die Wohnung entfernt ist und bisher auch hauptsächlich als Wickel- und Anziehraum von uns benutzt wurde, so dass unsere Tochter das Zimmer noch nicht so sehr vertraut ist wie z.B. das Wohnzimmer, wo sie regelmäßig spielt. Was würden Sie da empfehlen? Entschuldigung für die vielleicht etwas übertriebene Ausführlichkeit und vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!


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Liebe Schelette, es spricht nichts dagegen, dass ihr eure Tochter in ihrem Zimmer zum Schlafen bringt, solange ihr sie auch dann nicht allein lasst, sie also nicht dazu "zwingt". Ein Kind kann "schlafen" nicht lernen, und auch nicht, "eigenständig schlafen", es kann aber lernen, dass Schlaf etwas Schönes ist, und dass es dabei genauso beschützt und umsorgt wird von seinen Eltern wie wenn es direkt bei ihnen liegt. Das braucht Geduld und liebevolle Einfühlen, doch es funktioniert! Ein sehr schönes Buch, das hilfreiche Tips enthält, ist das gerade erst auf Deutsch erschienene "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte" von Elizabeth Pantley. Vielleicht lohnt es sich, in der örtliche Bücherei mal danach zu fragen... Lieben Gruß, Kristina


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