Mitglied inaktiv
hallo biggi, ich habe meine tochter fast 2 1/2 jahre lang gestillt, die letzten 1 1/2 j. davon nur ganz wenig. nun habe ich sie abgestillt. dazu zwei fragen: seit wochen kommen noch immer milchtropfen aus meiner brust. ich fühle keinen druck o.ä., aber sie ist einfach noch nicht leer. wie lange dauert dieser prozeß bzw. muss ich was dagegen machen? und in den letzten tagen ist mir sehr schwindlig. sogar nachts im schlaf werde ich wach, weil sich alles dreht. ich fühle mich, als wäre ich alkoholisiert. kann das mit der hormonumstellung zusammenhängen? herzlichen dank im voraus! bettina
? Liebe Bettina, auch nach dem Abstillen ist de Brust noch eine Weile aktiv und es dauert seine Zeit, bis sich die Milchbildung vollständig einstellt. Solange Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. hast, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Sobald Du jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommst, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Du brauchst deine Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern kannst und sollst weiterhin entsprechend deinem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Widersteh der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Schwindelgefühle und Kreislaufprobleme gehören normalerweise nicht zu den "Begleiterscheinungen" des Abstillens. Lass dich da am besten mal von deiner Ärztin/Arzt durchchecken. LLLiebe Grüße Biggi
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