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Hallo Biggi, Alina wird am 26.09. ein Jahr alt. Sie wurde 6 Monate voll gestillt und dann wurde nach und nach langsam die Beikost eingeführt. Jetzt wird sie noch morgens gestillt und nachts. Meistens will sie nachts noch zweimal trinken. Und sie nuckelt nicht nur, sondern trinkt richtig !! Nun möchte ich so langsam aber doch mal abstillen. Ich habe das Stillen sehr genossen und würde es jederzeit wieder so machen, aber nun habe ich für mich beschlossen, dass es langsam genug ist. Aber wie mache ich das am besten? Die Morgenmahlzeit kann ich ja langsam mit richtiger Milch ersetzen, oder ? Nur, was mache ich mit nachts....????? Eigentlich will ich das nächtliche Stillen nicht durch Fläschchen ersetzen, zumal Alina noch nie ein Fläschchen in der Hand hatte. Sie trinkt seit sie Beikost bekommt aus dem Trinklernbecher. Ich hoffe, Du kannst mir mit Deiner langjährigen Erfahrung helfen, denn ich bin ziemlich ratlos, wie ich das hinkriegen soll !!! Vielen Dank und liebe Grüße, Peggy
? Liebe Peggy, das Wichtigste ist, dass Du fest entschlossen bist, abzustillen, denn bei Zweifeln auf der Seite der Mutter, reagieren Kinder sofort. Sprich mit deinem Kind, dass eure Stillzeit nun langsam zu Ende geht und zeige ihm, dass Du es noch genau so lieb hast wie schon immer. Du entziehst ihm die Brust aber nicht dich selbst und deine Liebe. Dazu kannst Du die Stillzeiten immer weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst Dein Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen oder zu trinken anbieten. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir, dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedesmal deinem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Du kannst dein Kind ja zuerst stillen und dann deinem Partner übergeben. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Das kann auf verschiedene Art und Weise möglich sein. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen (ja auch bei einem kleinen Baby)einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? LLLiebe Grüße Biggi
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