Mitglied inaktiv
Hallo, meine kleine ist jetzt 16 Tage alt und wurde bis jetzt gestillt. Ich war eigentlich die ganze Schwangerschaft davon überzeugt zu stillen aber jetzt macht es mir nur stress und ich fühle mich nicht wohl dabei. Da meine Brustwarzen ziemlich klein sind bekam ich in der Klinik das Stillen mit Stillhütchen gezeigt (vorher haben wir mehrmals versucht ohne aber es ging nicht). Das Stillen klappte eigentlich soweit gut mit den Hütchen aber ich fühlte mich die ganze Zeit nicht wohl dabei, ich habe dann aber gedacht dass es besser wird mit der Zeit und ich mich ja auch erst mal dran gewöhnen müsse. Normalerweise sollten die Kinder 14 Tage nach der Geburt ihr Geburtsgewicht wieder erreicht haben, meine kleine hatte es noch nicht ganz erreicht 150 g fehlten noch, die Ärztin meinte ich sollte mir eine Waage ausleichen damit ich mal kontrollieren könnte ob sie genug Milch bekommt. Seit gestern habe ich die Waage und sie trinkt zwischen 50 und 100 ml bei jeder Mahlzeit unterschiedlich. Seit gestern abend tut mir meine linke Brust höllisch weh von den Achseln ausgehend, ich dachte zuerst sie wäre voller Milch und habe die kleine angelegt, die zog dann eine viertel Stunde richtig fest (was weh tat). Als sie eine kurze Pause machte habe ich gesehen dass im Stillhütchen fast keine Milch drin war. Ich habe ihr dann die andere seite gegeben und da klappte es. Mir tat die Brust so weh dass ich eine Paracetamol nehmen mußte. Auf das kalte Kirschkernkissen wurden die Schmerzen schlimmer ich hab mir dann 2 mal eine Bettflasche gemacht. Heute morgen ist es besser aber es tut immer noch weh. Ich bin irgendwie hin und her gerissen, ich würde gerne auf Flaschennahrung umstellen da ich denke dass es mir dann nervlich besser geht (hab das Gefühl ich stehe am Abgrund). Jeder sagt aber in meinem Umfeld ich solle es nicht aufgeben es wäre das beste für das Kind usw. Ich denke eigentlich schon seit 1 Woche darüber nach abzustillen. Ich weiß echt nicht was ich machen sollen. Pompi
Liebe Pompi, Muttermilch ist zweifelsohne die beste Nahrung für ein Baby und künstliche Säuglingsnahrung ist lediglich ein Ersatz. Doch das brauche ich Ihnen nicht zu erzählen, das wissen Sie Du sicher selbst schon lange und außerdem hilft Ihnen das in Ihrer Situation auch nicht weiter. Keine Frau sollte sich gezwungen sehen zu stillen und wenn Ihnen der Gedanke an das Stillen so unerträglich ist, so weiß ich nicht, ob es für Sie sinnvoll ist, wenn Sie stillen. Es ist die denkbar schlechteste Ausgangssituation für eine gute Stillbeziehung, wenn die Mutter sich unter Druck gesetzt fühlt und sich trotz stärkster Vorbehalte zwingt, ihr Baby zu stillen. Würden Sie auch weiterhin abstillen wollen, wenn das Stillen gut laufen würde? Falls ja, dann wenden Sie sich doch einmal an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe, die Ihnen hilft, Milchstaus vorzubeugen und Ihnen überhaupt gezielte Tipps gibt, wie Sie das Stillen als schöne Erfahrung erleben dürfen. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, die Ihnen auch beim Abstillen helfen kann, wenn Sie sich endgültig für diesen Weg entschieden haben. Dazu brauche ich lediglich Ihren Wohnort mit Postleitzahl. Ich vermute, dass Sie einen Milchstau hatten. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden anlgelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Sobald Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen usw. dazu kommen, sollte unverzüglich eine Ärztin/Arzt hinzugezogen werden. Auch wenn sich die Verhärtung nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen bessert, sollte die Brust ärztlich untersucht werden (Frauenärztin/arzt oder Hausärztin/arzt). Wenn Sie abstillen möchten, gibt es einige Tipps, eine "Gebrauchsanweisung" im wörtlichen Sinn gibt es nicht,. Dabei gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Sie verwenden sollten. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Für das komplette Abstillen sollten Sie in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Sie Probleme mit der Brust vermeiden wollen und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen, dass Sie eine Entscheidung fällen, mit der Sie zufrieden sind. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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