Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen, so sanft wie möglich, oder weiter stillen?

Frage: Abstillen, so sanft wie möglich, oder weiter stillen?

sgrtv

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Hallo, meine jüngste Tochter wird bald 2Jahre und wird zum Einschlafen abends und mittags gestillt und in der Nacht, zum Weiterschlafen (so 2-3mal) auch. Wirklich durchgeschlafen hat sie erst 1mal. Jetzt zu meinem Problem: Ich fange diese Woche wieder an zu Arbeiten, im Nachtdienst. Ich kann sie in den Schlaf stillen, aber was dann? Wenn ich schon mal abends weg war, dann nie sehr lange...so bis 23Uhr, dann hat der Papa sie aufgenommen, ist mit ihr ein kleinwenig umhergegangen und sie schlief wieder ein, aber jedesmal mit sehr sehr viel "Gebrüll". Sie ist auch sonst sehr auf´s stillen und überhaupt auf die Brust fixiert...sie freut sich jedesmal, wenn´s ins Bett geht ;D Ich möchte eigentlich nicht abstillen, noch weniger möchte ich aber, dass sie total gestresst ist und nicht mehr weiß, was los ist, mal ist die Mama da, mal nicht...hm....also einfach gesagt: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, versteht ihr, was ich meine? Und der Papa muss morgens auch noch 80km bis zu Arbeit fahren... Achso meine Dienste sind immer 4 am Stück und dann wieder 2 Wochen frei. Ich bin für jeden Tipp sehr dankbar. LG Steffi


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Steffi, ich persönlich würde nicht abrupt abstillen, denn dann muss das Kind nicht nur die Trennung, sonder auch noch das Abstillen verkraften. Dein Kind wird die Trennung sicherlich schaffen und sich daran gewöhnen, dass Du eben manchmal nicht da bist. Dein Kind weiß auch, dass es nur bei DIR stillen kann und wird den Papa mit der Zeit akzeptieren. Wenn Du dann allerdings da bist und deine Kleine trotzdem nicht an die Brust darf, dann wird sie das nicht verstehen. Ich würde zumindest noch ein wenig warten, bis sich das Kind an die neue Situation gewöhnt hat und dann das komplette Abstillen angehen. LLLiebe Grüße, Biggi


Mitglied inaktiv

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Hi, ein ähnliches Problem hatten wir auch. Dein Kind kann in diesem Alter verstehen, dass es nachts schlafen soll, und so lange es dabei nicht allein ist (Papa) und sein Protest akzeptiert und ernst genommen wird, erleidet es wirklich keinen Schaden. Wir haben unserer Tochter seinerzeit erklärt, dass sie nun mit Papa schlafen muss, weil Mama krank ist und im anderen Zimmer schläft (das war so). Wir haben ihr Hilfen gegeben, was sie machen kann, wenn sie aufwacht und nicht weiterschlafen kann (umdrehen, bei Papa ankuscheln, an was Schönes denken). Sie hat das, was ich nie gedacht hätte, verstanden und schlief von da an des Nachts. Ein oder zwei Nächte später ist sie mal aufgewacht und vermisste Mama. Da hat sie geweint, und Papa hat sie getröstet (ohne aufzustehen, im Liegen, denn nachts schlafen wir ja). Er hat ihr auch versichert, dass er verstehen kann, dass sie traurig ist, wenn sie nachts nicht beim Mama schnubbeln kann. Das Weinen dauerte nicht lange, dann schlief sie wieder. Sie hatte es verstanden, hatte ihre Trauer gezeigt, aber sie hatte es akzeptiert. Seitdem funktioniert das gut, auch wenn ich bei ihr schlafe. Für Papa sind das vielleicht ein paar wenige Nächte, in denen er mal etwas mehr investieren muss und danach nicht so super ausgeschlafen ist, aber das geht schnell vorbei. Sie können es! Ich würde das dann auch erst mal so weitermachen, bis sie sich dran gewöhnt hat. Dann kannst Du auch wieder dabei sein, ohne dass sie nachts aufwacht und andocken will. Wechseln würde ich nicht. Sie kann nachts schlafen, lass sie wachsen. :-) So kannst Du sie weiter schön stillen, wann immer sie will, nur nachts eben nicht mehr. Ich wünsch Euch viel Erfolg! Ihr könnt das! Liebe Grüße Sileick


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