Mitglied inaktiv
Hallöchen. Anthony stillt noch sehr gern und recht "viel". Früh, Mittags, vorm einschlafen. Abends vorm einschlafen und Nachts auch 1-3 Mal. Ich würde so langsam anfangen abzustillen. Eigentlich bin ich schon mitten im abstillen, aber ich merke einfach, dass er es noch sehr geniesst. Vorallem das Kuscheln vor dem einschlafen. In der Nacht lässt er sich durch streicheln und kuscheln 2 mal vertrösten so, dass er dann aber beim dritten Mal doch gern stillen mag, und fängt dann auch an zu weinen, wenn ich nicht mag. Ich hab nicht so direkt eine Idee, wie ich ihn langsam und ohne Krampf, weil das darf nicht sein, abstillen könnte. Nach der Methode "Biete nicht an, lehne nicht ab" haben wir jetzt das letzte Jahr verbracht. Ich hatte anfangs auch gar nicht vor so lange zu stillen, es hat sich einfach so ergeben, weil Anthony auch die Beikost nicht wirklich mochte. Mit 1,5 Jahren hat er noch voll gestillt. Ich wär sehr froh, wenn du mir ein paar kleine Tips geben könntest. Danke schon mal. LG v.Peggy
Liebe Peggy, schön, wieder von dir zu hören, ich kann mich erinnern :-), der Name ist nicht so häufig! Es lässt sich nicht für jedes Kind vorhersagen, wie das Abstillen verlaufen wird. Manche Kinder trinken allmählich immer seltener an der Brust und dann nur noch alle ein, zwei Tage, schließlich nur noch einmal in der Woche und plötzlich ist das Kind abgestillt und die Mutter kann gar nicht genau sagen, wann das "letzte Mal" war. Andere Kinder beschließen relativ plötzlich, dass sie jetzt nicht mehr bei der Mutter trinken wollen und verkünden dies auch sehr deutlich (und lautstark). Manche (älteren) Kinder setzen sich auch ein Ziel ("an meinem Geburtstag höre ich auf"). Ein radikaler Brustentzug wird für dein Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. Außerdem möchte ich dir das Buch "Wir stillen noch über das Leben mit gestillten Kleinkindern" von Norma J. Bumgarner empfehlen, das bei La Leche Liga und jeder La Leche Liga Stillberaterin (also auch bei uns) und im Buchhandel erhältlich ist. LLLiebe Grüße Biggi
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