Mitglied inaktiv
hallo biggi, mein sohn (2 jahre) wird seit etwa einem halben jahr nur noch morgens nach dem aufwachen gestillt. jetzt mit seinem 2. geburtstag wollte ich so langsam abstillen, damit ich zum 2. kind (geplant naechstes jahr) eine stillpause habe. ausserdem habe ich seit der geburt viel gewicht verloren, was ich einfach nicht wieder draufbekomme. zudem wure erst vor einem halben jahr zoeliakie bei mir festgestellt, weswegen ich denke, dass ich meine reserven erst wieder aufbauen sollte. ich versuche nur noch jeden 2. tag zu stillen, indem ich den kleinen nicht zu mir ins bett hole und versuche gleich mit ihm zum fruehstueck in die kueche zu gehen. doch er laesst sich nicht ueberlisten, verlangt klar was er moechte ;-) wie stell ich das abstillen am besten an? und noch eine frage: mein sohn war noch nicht ein mal krank seit er geboren wurde - wird er durch das abstillen seine tolle widerstandskraft verlieren? liebe gruesse, nicky
Liebe Nicky, ich kann dir nicht sagen, ob dein Kind jetzt niemals krank wird :-), aber Du hast ihm einen tollen langen Start und viel Schutz geschenkt. Wichtig ist nun, dass ihr zum Einen wirklich miteinander redet und Du deinem Kind klar erklärst und sagst, was Du willst und was Du nicht mehr willst. Zum Anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. Mit zwei Jahren kann ein Kind schon sehr viel verstehen und Abmachungen treffen. Ich denke, dass der erste Schritt für euch sein sollte, dass Du mit deinem Kind darüber sprichst, wie es dir geht und was Du nicht mehr möchtest. Dann könnt ihr als Eltern eine Art Plan machen, wie ihr vorgehen wollt, um das Stillen etwas einzuschränken. Stillen nach Bedarf ist bei einem Kind über einem Jahr nicht mehr ein so eng gefasster Begriff wie bei einem kleinen Baby und liebevoller Konsequenz lassen sich auch bei einem Kind in diesem Alter in einem gewissen Rahmen Regeln aufstellen. Selbstverständlich wird sich nicht von heute auf morgen eine plötzliche Änderung ergeben, das geschieht in kleinen Schritten und selbstverständlich wirst Du mit Rückschritten rechnen müssen, doch mit viel Liebe und Beharrlichkeit, könnt ihr einen Weg zum allmählichen Abstillen finden. Du kannst als Übergangslösung mit deinem Kind vereinbaren, dass sie in bestimmten, klar erklärten und für das Kind erkennbaren Situationen nur ganz kurz trinken darf und so einen allmählichen Übergang schaffen. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Außerdem möchte ich dir das Buch `Wir stillen noch über das Leben mit gestillten KleinkindernA von Norma J. Bumgarner empfehlen, das bei La Leche Liga und jeder La Leche Liga Stillberaterin (also auch bei uns) und im Buchhandel erhältlich ist. Probiere es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi
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