Namid
Hallo, folgende Frage : Mein Sohn ist fast 15 Monate alt. Tagsüber isst und trinkt er gut. Ich stille ihn allerdings abends zum Einschlafen, sowie nachts noch oft und auch in den frühen Morgenstunden. Obwohl dies allerdings ein Nuckeln ist bzw. die Suche nach Nähe. Das ist alles kein Problem, obwohl es zeitweise echt kräftezehrend ist. Ich bin mittlerweile wieder berufstätig und habe gelegentlich Spätdienst. Es wäre schön, wenn mein Freund an diesen Tagen den Kleinen ins Bett bringen könnte. Leider funktioniert das nicht. Wenn er sich mit ihm hinlegen will, auch wenn mein Sohn hundemüde ist, schläft er einfach nicht ein. Er weint, will wegkrabbeln, oder er turnt im Bett umher. Alles mögliche, nur nicht schlafen. Zur Info : unser Sohn schläft mit uns gemeinsam im Familienbett. Wenn ich nun abstillen möchte : wie gehe ich vor? Muss mein Freund ihn jetzt immer ins Bett bringen? Egal wie lange es dauert? Neue Rituale? Soll ich erst das einschlafstillen weglassen und später dann das nächtliche Stilen, oder muss ich komplett das Stillen einstellen, damit er nicht verwirrt wird? Es ist mir klar, dass es ohne Weinen nicht gehen wird. Das tut mir schrecklich leid. Aber ich kann einfach nicht mehr. Ich möchte gerne wieder etwas flexibler sein, auch wegen meinen Arbeitszeiten. Dankeschön im Voraus.
Kristina Wrede
Liebe Namid, es gibt keine allgemeingültigen Richtlinien zum Abstillen. Denn jedes Stillpaar ist einzigartig... Und so geht es auch bei euch darum den Weg zu finden, der für euch passt. Wichtig ist, dass dein Kind deinen Freund als Bezugsperson hat. Will heißen: Die beiden brauchen viel Kontakt miteinander, auch wenn du da bist. Ich kenne viele Papas, die zum Beispiel ausgedehnte Spaziergänge mit Baby im Tragetuch unternehmen. Durch diese intensive Körperkontakt entsteht eine Nähe, die Vertrauen schafft. Und ja, ich vermute ihr braucht ein neues Ritual. Vielleicht kann dein Freund den Kleinen IMMER ins Bett bringen? Weinen an sich ist kein Drama. Auch nicht Schlafen ist kein Drama für deinen Sohn. Wichtig ist allein, wie ihr damit umgeht. Darf er unwillig sein, auf das altbekannte Stillen zu verzichten, Mama einzufordern oder sich mit dem Einschlafen schwer zu tun? Darf er Weinen, Toben, Wüten? Je liebevoller aber auch klarer ihr in euren Entscheidungen seid, desto leichter sollte es ihm fallen, euch zu folgen! Lieben Gruß, Kristina
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