Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen nach 15 Monaten

Frage: Abstillen nach 15 Monaten

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Hallo, ich weiß gerade nicht so richtig weiter. Bis vor 2 Wochen stillte ich meinen Sohn (15 Monate) noch mittags und abends. In der letzten Woche spielte er abends beim Bettfertig-machen noch an meiner Brust, dies war das Zeichen für mich, dass er nocheinmal trinken wollte. Ich ließ ihn auch, er zog nach ca. 6 - 10 Zügen (pro Brust) das Shirt von mir wieder runter. Entweder kam nix mehr oder er wollte bloß mal "testen" ob es noch geht. Seit 3 Tagen allerdings macht er das nicht mehr und er wird normal ins Bett gebracht, schläft bis halb sieben früh und das alles ohne stillen. Nur was mache ich jetzt??? Hat er sich somit selbst abgestillt? Kann ich einfach aufhören? Ich merke nämlich, das die Brust nochimmer Milch produziert. Soll ich sie rausstreichen? Oder sollte ich Pfefferminztee/Salbeitee trinken? Ist das Stillen aufeinmal so vorbei? Irgendwie finde ich es schon toll, dass es für meinen Sohn so reibungslos geklappt hat, aber irgendwie fühle ich mich noch nicht so gut dabei. Oder sollte man nicht so abrupt aufhören. Sie merken sicherlich schon, dass es mich ganz schön beschäftigt, vorallem weil ich auch merke, wie die Brust noch "arbeitet". Ich würde mich sehr über Antwort freuen. LG Claudia


Biggi Welter

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Liebe Claudia, es kann sein, dass dein Sohn sich tatsächlich abgestillt hat, es kann aber auch sein, dass er doch wieder an die Brust möchte. Oft stillen Kinder sich nicht gleich und sofort ganz ab, sondern legen immer größere Pausen ein. Sobald sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest Du jetzt entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen., aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. Es ist ganz normal, dass Du selbst etwas wehmütig und auch traurig bist, es geht doch ein Lebensabschnitt zu Ende. Lass deine Gefühle der Trauer zu, aber bleibe nicht dort stehen. Du hast viele Möglichkeiten, deinem Kind Liebe, Nähe, Geborgenheit und Trost zu geben, auch wenn Du nicht mehr stillst. LLLiebe Grüße Biggi


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