Ja-De
Hallo! Ich habe meine Tochter mit etwas über 12 Monaten abgestillt. Das ist nun ca. 4 Wochen her. Seit dem ist sie eigentlich nur noch verschnupft und angeschlagen. Vor kurzem hatte sie dann auch noch in der Nacht einen Pseudo Krupp Anfall. Ich mache mir sehr Grösse Vorwürfe dass ich abgestillt habe. Vorher war sie NIE krank.... Kann es durch das Abstillen dazu kommen, dass es so einen Einbruch gibt? Kann man nach 4 Wochen wieder mit dem Stillen beginnen (hinsichtlich Milchbildung)? Würde es meine Tochter zu sehr verwirren? Ich kann mir vorstellen dass das nun eine komische Frage ist. Ich bereue meine Abstillentscheidung zu tiefst und fühle mich für den Gesundheitszustand meiner Tochter verantwortlich. LG Ja-DE
Liebe Ja-DE, mach dir keine Vorwürfe, es kann tatsächlich auch ein Zufall sein! Und ja, wenn Du Deine Entscheidung bereust, dann kannst Du auch wieder mit dem Stillen beginnen! Das grundlegende Vorgehen bei einer Relaktation besteht darin, das Baby dazu zu bringen so oft wie möglich an der Brust zu saugen. Dadurch werden die Brüste (wieder) zur Milchbildung angeregt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit einer guten Milchpumpe erreichen. Häufig ist auch zusätzliches Pumpen neben dem Anlegen des Kindes sinnvoll, um die Milchproduktion zu steigern. In manchen Fällen wird die Relaktation bzw. induzierte Laktation zusätzlich mit Medikamenten unterstützt. In den Ländern der dritten Welt, wird meist ohne Medikamente vorgegangen und die Ergebnisse sind dennoch fast immer besser als bei uns. Gut beschrieben wird der Vorgang der Relaktation in dem Buch „Stillen eines Adoptivkindes und Relaktation“ von Elizabeth Hormann. LLLiebe Grüße Biggi
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