Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

abstillen mit sechs monaten

Frage: abstillen mit sechs monaten

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hallo biggi ! ich habe das gefühl abstillen wäre eine erleichterzng für mich und mein kind.bin mir aber noch nicht ganz sicher. es ist so, das ich mir vorgenommen habe ein bis zwei jahre auf jeden fall zu stillen. doch es kam eine schwere zeit dazwischen , zwei operationen(bei meinem kind), dauernd krankenhaus, das alles kam sehr unverhofft ich war mit den nerven fertig.und schnell hatten wir ein massives stillproblem, stress ,angst das er nicht zunimmt und dann wollte er natürlich auch nicht mehr so recht. so stille ich seit drei monaten in einem abgedunkelten raum im liegen, alles versucht(auch stillberatung).leider habe ich auch jetzt noch oft gedankenkreisen beim stillen, und alle paar tage einen kleinen nervenzusammenbruch. seit ein paar tagen bekommt er einen gemüsebrei, und ich habe auch schon versucht im die milch mit dem löffel zu geben, erfolgreich, nimmt er beides gerne an. meine fragen, wäre es für uns beide besser abzustillen, trotz meiner vorsätze? wie sollte ich das am besten angehen, oder wie kann ich so schnell wie möglich auf nahrung umstellen? ab wann braucht ein baby keine muttermilchersatznahrung mehr? (er ist auch sehr schlank und sehr sehr unruhig, das füttern mit löffel ist eine der wenigen stressfreien angelegenheiten) alles liebe vroni


Biggi Welter

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Liebe Vroni, ich kann Ihnen nicht sagen, was besser für Sie ist, diese Entscheidung müssen Sie ganz alleine treffen. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Sie sich einmal mit einer Beraterin vor Ort zusammen setzen könnten, mit der Sie in aller Ruhe besprechen können, wie Sie weiter vor gehen können. Oft hilft ein Gespräch, um die die Gefühle ins Reine zu kommen. Eine "Gebrauchsanweisung" im wörtlichen Sinn gibt es nicht, nur Tipps und Vorschläge wie vorgegangen werden kann. Wenn Sie ihr Kind bis zum Alter von sechs bis sieben Monaten vollständig abgestillt haben wollen, müssen Sie zunächst zur Flasche hin abstillen, da das Kind noch zu jung für alleinige Beikost ist, Dabei gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Sie verwenden sollten. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Für das komplette Abstillen sollten Sie in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Sie Probleme mit der Brust vermeiden wollen und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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