Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen mit 21 Monaten

Frage: Abstillen mit 21 Monaten

Pumsi1980

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Hallo Kristina, mein Sohn ist jetzt 21 Monate und wurde bisher immer in den Schlaf gestillt. Wenn er nachts aufwacht und manchmal am Morgen stille ich ihn auch. Schon langsam denke ich ans Abstillen, weil es halt auch mal schön wäre, wenn ihn der Papa ins Bett bringen könnte. Außerdem steht bei mir im Dezember eine Hand-OP an, und da kann ich meinen Sohn selber schlecht versorgen. Da er keinerlei andere Beruhigungsmittel kennt, wie Schnuller, Übergangsobjekt, Wasserfläschchen etc. stelle ich mir das Abstillen sehr schwer vor. Wie sollte ich am besten vorgehen, Kann man oder soll man ein Kind in dem Alter noch an den Schnuller gewöhnen. Wie soll er sich selbst beruhigen, wenn er nicht mehr "saugen" kann. Man hört immer, dass der Schnuller bis 4 Jahre ok ist. Aber was ist mit Kindern, die keinen nehmen. Wie sollen die sich bis 4 Jahre beruhigen...??? Nur über die Brust...??? Danke für Deinen Rat!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Pumsi1980, ich würde in diesem Alter keinen Schnuller mehr geben, dein Kind wird eine Alternative zur Brust finden. Manche Kinder akzeptieren in diesem Alter das erste Schmusetier, andere wollen die Hand des Vaters oder der Mutter halten, wieder andere nehmen ein Lutschetuch. Dein Sohn wird dir zeigen, dass er ganz alleine einen Weg findet, hab Vertrauen. Lass dir und deinem Sohn einfach etwas Zeit, damit er sich an die neue Situation gewöhnen kann. Du kannst erst einmal nur Nachts abstillen und mit deinem Kleinen eine "stillfreie" Zeit in der Nacht vereinbaren. Elizabeth Pantley, die Autorin von "Schlafen statt schreien" hat diese Methode entwickelt: Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. LLLiebe Grüße, Biggi


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