Tatata
Liebe Biggi, mein Sohn ist jetzt 18 Monate alt und ich will anfangen, ihn abzustillen. Allerdings weiß ich nicht so recht wie. Momentan trinkt 1-3x nachts. Ich stille am Morgen, mittags in den Schlaf, und noch abends, wobei er mittlerweile dabei nicht mehr einschläft. Die Flasche nimmt er nicht und den Schnuller nur im Kinderwagen, so nur selten. Er hat ja mich als Nuckel ; ) Ich habe jetzt dazu ein Paar Fragen: 1. Ist es sinnvoller zuerts am Tag oder in der Nacht abzustillen? Könnte er nachts mehr wollen, wenn ich ihn erts tags abstille? Dr. Posth aus dem Nachbarforum empfielt ja erst die nächtliche Brustentwöhnung. Was ist aus Deiner Sicht besser? 2. Ich habe E. Pantleys Buch gelesen, aber Methoden wie die Brustwarze immer wieder aus dem Mund ziehen oder mit dem Finger das Kinn hochdrücken funktionieren bei meinem Sohn nicht. Ihr schreibt als Beispiel immer wieder von der Wecker-Methode. Funktioniert das wirklich? 3. Würde es was bringen, Salbeitee o.ä. zu trinken, damit die Milchmenge reduziert wird, sodass er irgendwann von selbst nicht mehr will, weil nichts mehr kommt? Oder bringt das so nichts, wenn er durch das Trinken an der Brust dann doch wieder die Milchproduktion ankurbelt? Fragen über Fragen, entschuldigung, aber ich möchte jetzt wirklich abstillen, hab es immeer wieder vor mir hergeschoben, weil mein Sohn so ein schlechter Esser ist, was sich jetzt einigermaßen gebessert hat. Danke und lieben Gruß Tara
Liebe Tara, jede Familie muss für sich selbst ausprobieren, was am besten funktioniert, doch nach meiner Erfahrung ist es wenig sinnvoll zuerst das nächtliche Stillen ausfallen zu lassen. Günstiger ist es in den meisten Fällen zuerst das mittägliche Stillen einzuschränken und schließlich wegzulassen, dann das abendliche Stillen und zuletzt das Stillen in der Nacht. Wenn dein Kind sich nachts beruhigen lässt, ist es völlig okay, aber meist werden nur die Nächte anstrengender. Ja, die Wecker Methode bringt tatsächlich was, oft klappt es ab einem bestimmten Alter erstaunlich schnell. Ob dein Kind mit 18 Monaten schon bereit ist, kann ich nicht sagen, DU kennst dein Kind am besten und weißt, ob Du einen Versuch wagen kannst. Es ist sehr fraglich, ob es das Abstillen fördert, wenn versucht wird die Milchmenge durch homöopathische oder naturheilkundliche Mittel zu verringern. Unter Umständen wird das Kind dann einfach mehr und häufiger an der Brust trinken wollen, um die Milchmenge wieder zu erhöhen. Ein radikaler Brustentzug wird für dein Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedes Mal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. Ich drücke dir die Daumen, dass es gut klappt! LLLiebe Grüße Biggi
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