Zouja
Hallo, meine kleine Tochter wird im März 2. ich habe bis vor einer Woche gestillt. Erst voll und nach Bedarf, und vor ein paar Monaten hab ich langsam angefangen es zu reduzieren. Das klappte auch soweit ganz gut. Ich hab es dann auf „das Bett“ reduziert. Also zum einschlafen und aufwachen. Ja nachts hat sie sich oft im Familienbett selbst bedient. Ich gebe zu, das wurde immer häufiger, so kannte ich es auch von meiner großen Tochter damals (sie habe ich auch so lange gestillt und sie trank zum Schluss alle 20 Minuten nachts). Da ich doch durch corona und 2 Kinder etwas zart besaiteter war(bin) als bei unserer ersten Tochter vor 6,5 Jahren hab ich beschlossen abzustillen um einfach wieder etwas mehr Schlaf zu bekommen. Ich würde sagen ich war aber mental noch nicht zu 100% bereit. Aber, ich hab es durchgezogen. Eine Woche und ein Tag inzwischen. Aber unsere kleine macht es mir alles andere als leicht. Ich muss dazu sagen sie hat einen eisenharten Willen. Das habe ich schon ganz oft gemerkt.Ich habe auch meine Brüste anbgeklebt und habe ihr erklärt das es nun leer ist. Das visuelle zeigen klappte noch gut. Aber sie schrie die ersten Nächte 4/5 Stunden am Stück. Egal was ich ihr angeboten habe wollte sie nicht. Hab ich sie hoch genommen schrie sie, sie will runter, hab ich sie runter gesetzt schrie sie, sie will hoch. So ging das stunden. Hab ich sie angefasst hat sie meine Hände weg oder ist vor mir weg gekrabbelt aber ich habe gemerkt eigentlich braucht sie mich. Eines nachts bin ich vor lauter Verzweiflung mit ihr nachts um eins in die Badewanne um sie abzulenken weil mir nichts mehr eingefallen ist sie aus diesem Tal der Tränen zu holen. Sie nimmt keinen Schnuller oder Ähnliches. An manchen Tagen hat sie sich durch stundenlanges Tragen beruhigen lassen. Immer rund um unsere kücheninsel. Ich bin 80-100 Runden darum gelaufen. Mir tat jeder einzelne Knochen im Körper weh da sie ja mit fast 2 nicht mehr ganz leicht ist. Auch im Auto rum fahren klappt nicht immer da es sehr schwierig ist sie umzulegen. Nehme ich sie mit ins Bett schreit sie das sie weg will. Runter oder raus. Sie hat weder in ihrem Zimmer noch im Schlafzimmer jemals was schlechtes erlebt ect. Ja. Ich verstehe das sie verzweifelt ist, sie hatte immer einen sehr festen Rhythmus und nun ist alles „ruiniert“ Ich gehe echt auf dem Zahnfleisch. Ich habe nun noch weniger Schlaf oder Zeit für mich die ich mir erhofft habe. Ich bin kurz davor ihr wieder die Brust zu geben. Gestern hatte ich das Gefühl es war etwas besser, ich durfte sie heute Nacht sogar mit in unser Bett nehmen und sie hat mit mir gekuschelt. Auch heute morgen schlief sie länger und ich dachte es wird ein guter Tag, wir sind auf einem guten Weg. Bis heute Mittag. Es war eine Katastrophe. Es endete mit Geschrei und Tränen von uns beiden und wenig Schlaf. Es tut mir so leid, aber meine Nerven lügen wirklich auch blank. Natürlich ist sie jetzt dementsprechend schlecht drauf.Es tut mir so weh und leid das ich ihr nicht helfen kann. Aber ich kann und will sie nicht zwingen. Und ich schaffe es einfach nicht mit ihr 2-3 std auf dem Arm um unsere Küche zu laufen. Ich bin soooo fertig. Was soll ich denn machen? Ich habe Angst das das unsere Beziehung schädigt. Und ich verstehe nicht warum sie sich nicht von mir helfen lassen möchte. Ganz liebe Grüße
Liebe Zouja, Dein Kind trauert schwer um Eure Stillbeziehung und braucht nun viel Trost. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Probiere es einmal damit, dass Du Deine Tochter am Tag viel trägst, viel mit ihr kuschelst und ihr auch in der Nacht Verständnis schenkst. Lass sie erst einmal auf Deinem Bauch schlafen, singe ihr etwas vor und zeige der kleinen Maus, dass sie traurig sein darf und Du ihr zur Seite stehst. Sie IST abhängig von Dir, ob sie gestillt wird oder nicht. Vielleicht ist das Abstillen wirklich auch zu schnell für Dein Kind gewesen, wäre es denn eine Alternative für Dich, dass es noch zum Einschlafen an die Brust darf? Stehst Du wirklich absolut hinter Deinem Entschluss? Dein Kind orientiert sich an Dir und wird merken wenn Du zweifelst. Das Wichtigste ist jetzt, dass Du Klarheit für Dich bekommst. Möchtest Du tatsächlich sofort komplett abstillen, oder wäre ein "wir stillen nur noch abends zum EInschlafen und morgens vor dem Aufstehen" auch ok für einige Zeit? Je klarer Du für Dich bist, was Dein Ziel ist, desto besser lässt es sich erreichen. Denn unsere Kinder spüren jeden Zweifel in uns und dann fällt es ihnen schwerer, uns zu folgen (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich freue mich auf Deine Antwort, bis dahin einen lieben Gruß von Biggi
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