Mitglied inaktiv
Bedingt durch eine OP (Mastitis mit Abzeß) mußte ich vor einigen Monaten (mein Sohn war damals 6 Wochen alt) meine Milch abpumpen und diese mit der Flasche geben. Hat auch super geklappt, nur wollte er danach nicht mehr die Brust; auch zwei Stillberaterinnen konnten mir nicht helfen. Also habe ich mich mit dem Pumpen arrangiert. Nachts allerdings trinkt mein Sohn ohne Probleme an der Brust. Jetzt, nach beinahe 5 Monaten, möchte ich zumindest mit dem Abpumpen aufhören (es wird mir einfach zu viel), weiß aber nicht so richtig, wie ich das machen soll. Soll ich langsam die Menge reduzieren und gleichzeitig auch nicht mehr so oft abpumpen? Und in welchen Abständen? Und geht das, daß man nur noch einmal täglich stillt (in diesem Falle nachts)? Ist denn dann überhaupt genug Milch zum Sattwerden da? Und wenn mein Kind durchschläft, was er jetzt immer öfter mal macht, muß ich die Milch dann morgens doch besser abpumpen? Dann noch eine Frage zur Fertignahrung: Muß ich bei einem 5 Monate alten Baby das Wasser immer noch abkochen oder ist frisches Leitungswasser o.k. (habe mal gelesen, daß man zumindest in unseren Breitengraden durchaus Leitungswasser nehmen kann, es sei denn man lebt in einem Haus mit alten Bleileitungen, kann den Bericht aber nicht mehr finden)? Vielen Dank im voraus!
? Liebe Jake, Um nun abzustillen, pumpst Du einfach bei jeder Pumpsitzung etwa weniger ab und signalisierst so der Brust, dass der Bedarf sinkt. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche (wie Pfefferminz- und Salbeitee) und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. In wie weit sich die Milchbildung auf dem erforderlichen Niveau weiterhin aufrecht erhalten lässt, wenn nur noch einmal innerhalb von 24 Stunden gestillt wird, lässt sich nicht vorhersagen. Es gibt Frauen, bei denen es nicht ausreicht nur einmal in 24 Stunden zu stillen, um eine ausreichende Milchmenge aufrecht zu erhalten, andere stillen über Jahre hinweg nur noch einmal pro Tag. Das Wasser für die Flaschennahrung sollte IMMER abgekocht werden und das hat nichts mit Blei- oder Kupferleitungen zu tun, sondern mit einer niemals auszuschließenden Keimbelastung. Selbst wenn die Verkeimung einen gesunden Erwachsenen oder einem größeren Kind nichts ausmacht, so ist ein Säugling doch empfindlicher und künstliche Säuglingsnahrung ist ein idealer Nährboden, in dem sich Keime rasend schnell vermehren können. LLLiebe Grüße Biggi
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