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Liebe Biggi, habe mal eine kleine Frage an Dich. Mein Sohn 13 Monate ist ein Stillkind und kommt seit Anfang an immer um 23.00 Uhr. Er will gestillt werden und schläft dann sofort weiter. Diese Mahlzeit möchte ich ihm aber abgewöhnen, weil ich auch mal nach dieser langen Zeit wieder "Gassi" gehen möchte. Meinen Mann lehnt er vollkommen ab und macht solange Theater, bis ich komme. Neulich war ich das 1. Mal mit meiner Freundin essen und da hat er 2 Stunden geweint und gejammert. Meine Jungs waren schon ganz fertig als ich kam. Tee, andere Milch, Saft habe ich ihm schon angeboten, will er aber nicht. Wenn ich ihn aus dem Bett nehme zappelt und probiert er solange, bis ich ihn anlege und dann ist die Welt wieder in Ordnung. Wie kann ich es anstellen? Ich weiß ja nicht wann er sich abstillt! So wie es aussieht denkt er überhaupt nicht dran und versucht bei jedem Hunger, wenn er gerade auf meinem Arm ist, gestillt zu werden. Für einen kompetenten Rat bin ich Dir sehr dankbar. Es geht nur um die 23.00 Uhr Mahlzeit, die anderen sind kein Problem für mich. Liebe Grüße
? Liebe Pips, wenn es einem Kind selbst überlassen wird, wann es nicht mehr stillt, dann liegt das statistisch irgendwann zwischen zweiten und vierten Geburtstag (Abweichungen in beide Richtungen möglich). Es lässt sich daher nicht vorhersagen, wann es bei deinem Kind so weit sein wird. Wie wäre es, wenn ihr erst einmal eine Art „Papa-Training" macht. Meist ist es nicht wirklich so, dass ein Kind den Vater ablehnt, sondern es ist einfach so, dass Vater und Kind nicht genügend Zeit und Raum hatten, um miteinander ausreichend vertraut zu werden. Vielleicht probiert ihr erst einmal am Tag aus, dass die beiden zunächst eine halbe Stunde und dann allmählich länger miteinander allein bleiben oder etwas ohne dich unternehmen. Wenn auf diese Weise eine Basis geschaffen wurde, dann kann auch das abendliche ins Bett bringen bzw. nächtliches Beruhigen auch vom Vater in Angriff genommen werden. Du kannst auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst Dein Kind eine kleine Weile anlegen und ihn dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Das dürfte besser gehen, als ein radikaler Brustentzug, der mit sehr vielen Tränen verbunden sein wird. Doch vielleicht versuchst Du es ja doch mit dem „Papa-Training". LLLiebe Grüße Biggi
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